„Als ich an der Universität studierte, begann ich Japanisch zu lernen. Beim Lernen der Sprache, fing ich an mehr über Japan und das japanische Volk zu erfahren. Seitdem hat Gott in mein Herz gelegt, für das Land und seine Menschen zu beten – ohne zu wissen, dass er mich Jahre später nach Japan bringen würde."

Das ist die Geschichte von Raquel*, deren Wunsch es war, aus Spaß eine neue Sprache zu lernen. Sie wuchs in einer christlichen Familie auf und entschied sich im Alter von 18 Jahren für Jesus Christus als ihren Herrn und Retter. Seitdem wächst sie jedes Jahr in ihrem Glauben. 14 Jahre lang arbeitete sie in ihrer Gemeinde mit, bevor Gott ihren Ruf in die Mission in einem anderen Kulturkreis bestätigte.

Gott rief Raquel auf verschiedene Weise mehrfach in die Mission. Als sie ein kleines Mädchen war, hatte sie einen Traum, in dem sie ein Land sah, das für die Ernte bereit war. Als sie ein Teenager war, sah sie einen Dokumentarfilm über Jim Elliot, der ein Missionar und Märtyrer war und etwas in ihrem Herzen regte sich für Mission. Also begann sie Gott zu fragen, wo sie ihm dienen sollte. Ihr Bruder wurde zu einem von OM El Salvador organisierten Abendessen eingeladen, aber er konnte nicht gehen. Stattdessen nahm Raquel seinen Platz ein. Bei diesem Abendessen hörte sie von einem Kurzeinsatz in Guatemala, an dem sie später dann teilnahm. Schon vor diesem Kurzeinsatz verstand sie, „was ich zu tun hatte. Das war, Gott weiterhin zu dienen und zu trainieren, um für sein Reich zu arbeiten."

Einige Jahre später, nachdem sie an verschiedenen Einsätzen mit OM teilgenommen hatte, entschied Raquel sich im Jahr 2016, dem Freiwilligenprogramm von OM El Salvador beizutreten. Damit begann offiziell ihre Reise, bei der sie alles im Glauben tut.

Zu den am wenigsten Erreichten gehen

2016 war ein hartes Jahr für Raquels Familie, aber inmitten der Schwierigkeiten überraschte sie Gott mit einer Einladung ihrer Gemeinde, zur Jugendleiterkonferenz LAUSANA nach Indonesien zu gehen. Bevor sie die Einladung annahm bat sie einen der Leiter von OM El Salvador, mit ihr dafür zu beten. Sie beteten und der OM-Mitarbeiter berichteten ihr von der Möglichkeit, in Japan durch das Programm namens OCZ – Out of the Comfort Zone (Heraus aus der Komfortzone) zu arbeiten. Da sie bereits in Asien sein würde, sei das eine gute Gelegenheit für Raquel. Sie nahm die Herausforderung an und ging für einen dreiwöchigen Kurzeinsatz nach Japan und Indonesien. Der Prozess des Gehens im Glauben begann. Nach mehr als zwei Monaten, in denen sie Spender für ihren Einsatz suchte, und obwohl viele Menschen in ihrem Umfeld in schwierigen Situationen sind, startet sie im Glauben und mit der Unterstützung Gottes sowie ihrer Gemeinde.

Arbeiten unter den am wenigsten Erreichten

Japan ist ein wunderschönes Land mit einem großen Bedürfnis nach dem Evangelium. Raquel war drei Wochen lang in Japan und unterrichtete Englisch für alle Altersgruppen, berichtete über ihr Heimatland und ihre Kultur und erzählte vom Evangelium. „Es war eine großartige Zeit des persönlichen Wachstums und des Glaubens. Gott zeigte mir seine Fürsorge und Versorgung in vielerlei Hinsicht. Ich bin immer noch überrascht", berichtet Raquel.

Als Raquel nach El Salvador zurückkehrte, waren ihre Vision und Gedanken anders. Sie wollte nicht in ihre Komfortzone zurückkehren. Als sie ihre Arbeitsstelle als Englischlehrerin aufgab, beschloss sie, alles hinter sich zu lassen, dem Ruf Gottes zu folgen und Missionarin zu sein. Sie möchte ihre Gemeinde für Missionen mobilisieren und, um dies zu tun arbeitet sie nun als Vollzeit-Missionarin bei OM El Salvador.

Derzeit arbeitet Raquel bei OM El Salvador und bildet andere Menschen aus und ermutigt sie, zu den am wenigsten Erreichten zu gehen. Ihr zukünftiger Plan ist es, nach Japan zurückzukehren und dort in Vollzeit als Missionarin zu arbeiten.

Raquel sagt: „Als Latinos könnten wir wahrscheinlich denken, dass wir viele Einschränkungen oder Hindernisse haben, warum wir nicht zu den am wenigsten Erreichten gehen können, aber im Licht der Bibel gibt es kein Hindernis, das Gott nicht überwinden kann. Die Nationen warten auf die Botschaft der Hoffnung und wir können sie teilen. Wir müssen es so schnell wie möglich tun. Es ist Zeit, unsere Geschichte zu schreiben."