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Cafe hopping and spending time with local friends is a good way to learn the local language, culture and to invest in relationships.  Photo by Garrett Nasrallah

Beziehungen von Herz zu Herz

In Gegenden, in denen Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern schwer zu finden sind, bauen Mitarbeiter wie Matt* unter ihren Freunden und Nachbarn Beziehungen von Herz zu Herz auf.

In Nordafrika kann es schwer sein, Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern zu finden. Langzeitmitarbeiter in dieser Region möchten das ändern, indem sie tiefe Verbindungen zu ihren Freunden und Nachbarn aufbauen.

William*, OM-Teamleiter in einem Land Nordafrikas, beschreibt die Kultur als eine, in der Vertrauen nur einen sehr geringen Stellenwert hat. Kämpfe zwischen den einzelnen Stämmen, Bürgerkriege und korrupte Regierungen haben ihre Spuren in den Menschen hinterlassen. „Es ist sehr schwierig für jemanden, einfach von seinem Glauben weiterzuerzählen“, erklärt er. Viele Christen sehen sich mit sozialer Ausgrenzung oder dem Ausschluss aus der eigenen Familie konfrontiert, wenn sie sich öffentlich zu Jesus bekennen.

Doch die Gegebenheiten verändern sich. Vor weniger als fünf Jahren wussten OM-Mitarbeiter in einem bestimmten Land gerade einmal von zehn Christen. 2023 waren es bereits 200, diejenigen eingeschlossen, die im Ausland leben. Mehrmals im Monat hören die Teammitglieder von Menschen dieses Landes, die Jesus annehmen. Dabei kommen sowohl Menschen im Land selbst zum Glauben als auch Angehörige dieser Nation, die im Ausland leben.

Jesus weitergeben – von Herz zu Herz

Matt* und seine Frau waren erst kürzlich von Europa in eine Stadt in Nordafrika gezogen, in der es noch keinen bekannten Jesus-Nachfolger gab. Sie baten den Heiligen Geist, sie zu leiten und nach seinem Plan zu führen. Aber sie ahnten nicht, dass diese Art von Gebet oft Lebenspläne durcheinanderbringt!

Eines Tages planten sie, einige ausländische Mitarbeiter in einer anderen Stadt zu besuchen. Als sie an der Bushaltestelle ankamen, wartete dort zu ihrer Bestürzung weder ein Bus noch ein Taxi. Lediglich ein einheimisches Paar bemühte sich, einen Arzt aufzusuchen. Sie begannen, sich mit dem Paar zu unterhalten und dieses lud Matt und seine Frau zu sich nach Hause ein. Matt erinnert sich: „Sie waren so freundlich. Kennst du das, wenn du manchmal einfach ‚gut mit jemandem kannst‘?“

Schon bald wurden sie enge Freunde. Matt erzählt, dass das Ehepaar viele Frage über den christlichen Glauben von Matt und seiner Familie stellt. Seine Frau und er glauben, dass dieses Paar der Schlüssel zu vielen weiteren Menschen in dieser Gegend sein wird. Zu solchen Personengruppen ihrer Stadt, die ebenfalls offen sind, vom Glauben an Jesus zu hören.

Eine andere Herz-zu-Herz-Verbindung durfte Sarah* schließen, eine Langzeitmitarbeiterin. Sarah betete für ihre langjährige Freundin, doch diese zeigte kaum Interesse am Evangelium. Doch anstatt aufzugeben, betete Sarah weiter. Eines Tages besuchten die beiden das Haus eines anderen ausländischen Missionars, um sich Möbel anzusehen, die er verkaufen wollte. Sarahs Freundin sah in diesem Haus ein Bild mit der Aufschrift: „Vertraue auf den Herrn.“

Kurze Zeit später berichtete diese Freundin Sarah ganz aufgeregt von einem Traum: Darin lag sie im Sterben und Menschen standen um sie herum, die beteten. Sie sah auf und erblickte ein unglaublich helles Licht. Instinktiv verstand sie, dass das Jesus war. In ihrem Traum wurde sie geheilt und wusste genau, dass es Jesu war, der sie geheilt hatte. Schnell stand sie auf und sofort fiel ihr Blick auf das Bild mit dem Bibelvers: „Vertraue auf den Herrn.“

Sarahs Freundin befindet sich noch immer auf dem Weg, sich ganz Jesus anzuvertrauen. Und doch bestätigt sie, dass sich etwas in ihr vollkommen verändert hat. Sie spürt, dass sie ein neuer Mensch ist, und dass Jesus derjenige ist, der sie retten wird.

Herzen sind wichtiger als Programme

Die Langzeitmitarbeiter in Nordafrika arbeiten mit vielen verschiedenen Programmen, unter anderem in den Bereichen Kunst, Medien und der Ausbildung neuer Mitarbeiter. Doch was sie als Eindrücklichstes mitnehmen, sind nicht die Programme selbst, sondern dass sie Veränderungen der Herzen durch den Heiligen Geist sehen dürfen. Die Geschichten, die sie so gerne erzählen, handeln von Freunden, die zum ersten Mal Jesus erleben, von Freudentränen über eine Flasche Wasser, von Freundschaften, die bei einer Tasse Kaffee geschlossen wurden und von gemeinsamen Mahlzeiten.

Beten Sie für weitere Langzeitmitarbeiter, die die Bemühungen in dieser Region unterstützen. Für William ist klar: „Wir brauchen Menschen, die bereit sind, zu den Menschen zu gehen und sich zu zeigen – denn Gott zeigt sich oft! Wir brauchen Mitarbeiter, die unter den am wenigsten erreichten Menschen leben."

*Name geändert

Gebetsanliegen

  • Beten Sie, dass sich noch viele Christen in die Langzeitarbeit in Nordafrika berufen lassen.
  • Beten Sie dafür, dass noch viele lebendige Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern in den am wenigsten erreichten Städten Nordafrikas entstehen.
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