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Trotz einschlagender Granaten lässt sich eine Gruppe von Pastoren und Gemeindemitgliedern nicht davon abhalten, mutig auf ihr Ziel zuzusteuern. Ihre kleine Kolonne von Privatfahrzeugen bahnt sich inmitten des Kriegsgebietes einen Weg, um Menschen aus einer Kleinstadt im Osten der Ukraine zu evakuieren. Das geschah im Jahr 2014.

Als einer dieser Pastoren rückblickend gefragt wird, ob er je den Begriff Heldenpastor gehört hat, schmunzelt er und meint: „Es gibt sicherlich Menschen, die diesen Begriff gebrauchen. Wir haben damals nur die Not unserer Landsleute gesehen und wussten, dass wir ihnen helfen müssen.“ Bei der Evakuierung alleine blieb es nicht. Viele Menschen brauchten zum Überleben neben Wasser und Brot auch eine Unterkunft. Kinder, Familien und Alleinstehende mussten alles zurücklassen und standen vor dem Nichts. 

Wie konnte es soweit kommen? Im November 2013 wurden friedliche Demonstrationen gegen ein Nein des geplanten Handelsabkommens mit der EU durch gewaltsames Eingreifen der Polizei in ein kriegsähnliches Chaos verwandelt. Die brennenden Straßenblockaden in Kiew beherrschten daraufhin wochenlang die Medien. Im Februar 2014 verließ Präsident Yanukovych fluchtartig das Land. Im März 2014 übernahmen russische Truppen die Kontrolle über die Halbinsel Krim, wenig später wurde die Krim annektiert. Dadurch wurde die gesellschaftliche Spaltung im Land noch mehr befeuert. Acht Wochen später riefen prorussische Separatisten in der Region Donezk ein Referendum zur Unabhängigkeit der Ost-Ukraine aus.

Zwischen dem 14. April 2014 und dem 15. August 2017 wurden laut UNHCR 24 541 Menschen verletzt und 10 255 Menschen getötet, darunter 2505 Zivilisten, gut 1,3 Millionen Menschen wurden heimatlos. Nach wie vor sind entlang der Frontlinie immer noch viele Menschen eingeschlossen und leiden unter mangelndem Schutz sowie fehlender medizinischer Grundversorgung. Auch haben sie keinen regelmäßigen Zugang zu Wasser und Strom.

In diese tragischen Umstände hinein bringt die Arbeit von OM Hoffnung und möchte die verängstigten Menschen mit Gottes Liebe und Hoffnung auf ganz praktische Art in Berührung bringen. Bei einer  Kinderfreizeit öffnete das persönliche Zeugnis der OM-Mitarbeiter die Herzen der Kinder und wandelte Trauer in Freude um. Das gemeinsame Lachen und Spielen sowie ein abwechslungsreiches Programm halfen vielen Kindern, ihren seelischen Schmerz mit anderen zu teilen. Die besondere Atmosphäre des Friedens – im totalen Chaos – war eine außergewöhnliche Erfahrung für alle Beteiligten. 

Gott wirkt in der Ukraine und berührt die Herzen der Menschen dort. Auch wenn sie die Granateinschläge hören und die Erschütterungen spüren, schenkt Gott Frieden! Ob bei der Kinderfreizeit, beim Verteilen von Nahrungsmitteln oder dem Wiederaufbau von Häusern – Gott kommt mit den OM-Teams und bringt Frieden. Menschen entscheiden sich für Jesus, Gemeinden entstehen und wachsen.

 

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