Global Village: Ein unglaubliches, von Gott gegebenes Werkzeug

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„Ich tat etwas, von dem ich nie dachte, dass ich es tun würde: Ich habe einer Alkoholikerin auf der Straße erzählt, dass Jesus sie liebt und mit ihr sein will. Das war ein unglaubliches Erlebnis.“

Das ist eine Rückmeldung von einem Teilnehmer bei TeenStreet 2015, dem jährlichen Teenagerevent von OM in Deutschland. Der Teenager verbrachte eine Stunde im Global Village, einem innovativen und interaktiven Projekt, das Menschen erlaubt, auf einen simulierten Missionseinsatz zu gehen. Während sie von Angesicht zu Angesicht auf eine zerbrochene Welt treffen, entdecken die Teilnehmer mehr von Gottes Liebe für die Menschen und sind herausgefordert, Jesus in diesen schwierigen Orten unter den am wenigsten Erreichten der Welt zu reflektieren.

Das Global Village entstand aus der Frage: „Wie können wir OM und Mission interaktiv bei TeenStreet präsentieren und einen Weckruf für einen missionalen Lebensstil geben?“, erklärt Robert-Jan Sterk. Seit 2009 ist der ehemalige Leiter von OM Niederlande zusammen mit einem Team von OM Europa dafür zuständig, OM und Mission bei TeenStreet gut darzustellen. Sie boten verschiedene interaktive Angebote an, hatten sogar schon den Namen Global Village. Allerdings waren sie von den Rückmeldungen frustriert und begannen, neu über die Struktur nachzudenken.

David Svensson aus Schweden war Teil dieses Teams und er erinnerte sich an einen Missionseinsatz mit einer schwedischen Konfirmandengruppe: „Auf unseren Weg in die Ukraine meinte eine Junge, dass wir ihm die Ferien ruinieren würden. Aber nachdem wir als Team zusammen gearbeitet und gelebt und gemeinsam Dinge erlebt hatten, meinte derselbe Junge: ‚Das war die beste Woche meines Lebens!‘“

David fragte, ob sie nicht dasselbe bei TeenStreet bewirken könnten. Die Idee kam: „Lasst uns einen Flughafen bauen, sie aus ihrer Komfortzone zu einen anderen Ort bringen und diesen Ort für sie lebending machen.“ Das war der Beginn des Global Villages.

Viele Rückmeldungen

Das erste Global Village bei TeenStreet 2012 war ein überwältigender Erfolg: Fast 2000 Personen erlebten es. Seitdem sind schon Tausende durch das Global Village gegangen und wurden davon beeinflusst.

Barbara aus Deutschland wusste, dass sie Teil einer realistischen Simulation ist, war aber überrascht, als sie zum ersten Mal in ihrem Leben in persönlichen Kontakt mit einem Opfer von Menschenhandel kam. „Als ich zu der Frau sprach, fühlte es sich an, als ob ich das schon tausendmal gemacht hätte.“ In dieser seltsamen Situation hatte Barbara plötzlich „den Eindruck, dass Gott ganz klar zu mir sagte: ‚Ich möchte, dass du dich um solche Frauen kümmerst.‘ Das brachte mich ins Nachdenken.“

Seit 2012 motivierte das Global Village schon Menschen für die Mission. Nicht nur einmal im Jahr bei TeenStreet, sondern auch bei verschiedenen anderen Events in Europa, wie Mission-Net in Deutschland oder Opwekking in den Niederlanden. An manchen Orten wurde das Erlebnis auch zu einem dreistündigen Programm erweitert.

„Wir bekommen nach jedem Global Village viele Rückmeldungen“, erklärt Robert-Jan Sterk, jetzt Direktor von Global Village Europa. Die Teilnehmer werden eigens gefragt, was sie heute, morgen und darüber hinaus mit dem machen wollen, was sie erlebt haben. „Wir geben ihnen die Möglichkeit, dass wir sie später noch mal kontaktieren“, meint Robert-Jan. „Wir sehen, dass die Rückmeldungen um einiges höher sind, als bei anderen Events oder OM-Ständen.“ Unzählige Einzelpersonen wurden als Resultat des Global Village-Erlebnisses schon zu einer tieferen Jüngerschaft und einem missionaleren Lebensstil inspiriert, indem sie auf einen Kurzeinsatz oder in die Mission gegangen sind oder sie sich um Benachteiligte in ihrer Nachbarschaft kümmern.

Öffnet die Augen der Menschen

„Das Global Village könnte weltweit in OM als Werkzeug zur Mobilisierung genutzt werden, um die Generation von heute auf das aufmerksam zu machen, was passiert“, fährt Robert-Jan fort. „Es ist nicht nur für Christen, es ist auch evangelistisch, weil die Botschaft, die wir dort verkündigen, das Evangelium ist!“

Laut Robert-Jan wird das Global Village die zukünftige Arbeit von OM auf viele Arten formen. „Es ist das beste Werkzeug, das wir haben, um neue Kontakte für OM zu bekommen. Aufgrund dessen, was sie im Global Village sehen, ist es unbeschreiblich einfach, Menschen an die Bewegung zu binden oder Menschen zur Mitarbeit zu bewegen: Sie sehen eine Bewegung und das zieht die Menschen an.“

Das Global Village sei ein unglaubliches, von Gott gegebenes Werkzeug, um Menschen zu mobilisieren und zu inspirieren, hinauszugehen und einen Unterschied zu bewirken, bekräftigt Robert-Jan. „Das Global Village öffnet die Augen der Menschen für die am wenigsten Erreichten“, erklärt er, „während die Teilnehmer gleichzeitig erleben, dass sie eine dynamische Gemeinschaft von Jesus-Nachfolgern sind.“

Viele OM-Büros auf der Welt sind daran interessiert, dieses Erlebnis auch in ihrem Land zu haben. Das Riverboat von OM Europa, ein Flussschiff, das 2018 starten soll, wird ebenfalls ein Global Village an Bord haben, um die Gemeinden für Mission zu mobilisieren und das Leben von Menschen zu berühren – wie das von Barbara. Ein Jahr nach ihrem Global Village-Erlebnis begann Barbara bei A21 zu arbeiten, einer Organisation, die gegen Menschenhandel kämpft. Sie startete das erste A21-A-Team in Deutschland.

Ihre Geschichte passt genau in die Vision des Global Villages: Zu sehen, wie Tausende auf der Welt mobilisiert werden, hinauszugehen und die Gute Nachricht von Jesus zu verkündigen.

Corinna Scharrenberg aus Deutschland arbeitet in der Öffentlichkeitsarbeit von OM Deutschland und ist verantwortlich für den Bereich Kommunikation im Global Village Europa. Sie liebt es über die großartigen Dinge zu schreiben, die Gott auf der ganzen Welt macht.

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