Pakistan – Gott ist da

Pakistan – ein Land mit 79 6000 Quadratkilometern Fläche, einer gigantischem 1046 Kilometer langem Küste und 69 verschiedenen einheimischen Sprachen. Ein Land, in dem 170 Millionen Menschen leben und in dem OM seit 1979 tätig ist. Von Anfang an war es die Philosophie von OM, das Evangelium zu verkündigen: Durch Freundschaften, indem Massen von Literatur verteilt wurden oder indem man von Tür zu Tür ging, um den Glauben an Jesus weiterzugeben.

„Es ist wunschschön, Kinder lachen zu hören, wie sie dem Wort zuhören, spielen, singen, Gott anbeten und auf dem Spielplatz tanzen“ meinte ein Mitarbeiter der ‚Kids Games‘. Diese werden regelmäßig von einem OM-Team veranstaltet. Tausende Kinder kamen zwischen Oktober 2016 und Februar 2017 zu den ‚Kids Games‘, spielten Spiele und hörten die Geschichte vom Barmherzigen Samariter. Für einen sechsjährigen Jungen hatte die Geschichte persönliche Verwendung und er meinte: „Ich sehe oft, dass wenn Geld auf den Boden fällt, wir es aufheben, wenn aber ein Mann hinfällt, strecken wir unsere Hände nicht nach ihm aus und versuchen ihm nicht aufzuhelfen.“

Seit 2003 ist OM in Sindh, eine Provinz Pakistans, tätig. „Während ich die Sprache und Kultur lernte, fand ich, das Sindhi liebevoll und gastfreundlich sind, aber dass sie auch mit großer Angst leben; Stammeskriege könnten viele Generationen überdauern“, meinte Qasim ein Mitglied des Teams in Sindh. „Schnell fand ich aber heraus, dass die Menschen hier in Sindh durstig nach dem Wort Gottes sind und begierig darauf, etwas von Christus zu lernen. Dies half mir weiterzumachen.“ Am Anfang des Einsatzes entschied sich das Team, ein Lebensmittelgeschäft zu eröffnen, welches den Zugang zu fünf Dörfern und Städten ermöglichte. Dieser musste aber bald wieder schließen, da er Defizite aufwies. Aufgrund dessen hatte das Team mehr Zeit, die Bevölkerung Sindhs zu erreichen und so fand das Team Gottes Bestimmung in Sindh. Das Team entwickelte seine eigenen Korrespondenzkurse, welche auf den Jesus-Film basierten, startete in entfernten Dörfern eine Gesundheits- und Hygiene-Initiative und installierte Handpumpen für klares Trinkwasser und Toiletten für ärmere Dorfgemeinschaften.

Dabei traf das Team auch Ahmed, welcher einen Korrespondenzkurs absolviert hatte und sich später von Nadeem, einem Mitglied des Teams, taufen lies. Er sagte danach, er habe unglaublichen Frieden in seiner Seele gespürt und er habe den Fluch des Todes aus seinem Leben vertrieben. Und er wolle, dass seine Familie und Stammesangehörigen ähnliche Erfahrungen machen. Als Ahmed seiner Familie erzählte, dass er Jesus nachfolgte, wurde er von seiner Familie oft geschlagen. Die Einzige die zu ihm hielt war seine Mutter. 2010 wollte sein Vater ihn aus dem Haus werfen, er durfte schließlich dann aber doch zu Hause wohnen bleiben, musste aber auf dem Dachboden schlafen. 2011 verstarb sein Vater und OM half nach Überschwemmungen das Haus zu renovieren, dadurch bekam Ahmed sein eigenes Zimmer. 2014 ging Ahmed dann auf die Missionarsschule von OM Pakistan.

Die Frauen in den Dörfern Pakistans arbeiten oft als Hausmädchen und Farmarbeiterinnen, dabei werden sie schlecht bezahlt und sind sexuellen Schikanen ausgesetzt. OM hilft durch Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten. Dadurch hat sich vieles verändert. Die Frauen, welche Nähen erlernt haben, verdienen nun gute Löhne. Die Absolventinnen schicken mehr Auszubildende in das Zentrum. Außerdem besuchen sie verschiedene Familien im Dorf und haben ein Seminar für Frauen gestartet. „Es ist eine Ehre für mich, das ich Teil dieser Veränderung in meiner eigenen Dorfgemeinschaft bin“, meint Surriya, eine Ausbilderin im OM-Zentrum. „Ich bin hoffnungsvoll das dieser kleine Schritt eine große Chance in meinem Dorf darstellt.“