Die Kraft der Zusammenarbeit

Mit Musikinstrumenten, Kunstmaterialien, Landesflaggen, einem Gettoblaster und Handpuppen machte sich die Besatzung des OM Riverboats (Flussschiff) in bester Stimmung auf, um auf den Straßen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Die gesamte Besatzung ging ins Stadtzentrum von Mainz. Einen Nachmittag lang machten sie dort einen Einsatz und nutzten kreative Kunst. Die Behörden vor Ort hatten zuvor erlaubt, dass sie den Platz für ein paar Stunden nutzen dürfen – eine Gebetserhörung.

Der Einsatz begann mit einem Flashmob, an dem über 20 Besatzungmitglieder teilnahmen. Danach gab es Anspiele und Musikstücke. Um die Hauptbühne herum gab es verschiedene Stationen: Eine ‚internationale Station‘, die die kulturelle Vielfalt der Besatzung widerspiegelte; eine ‚Gebetsstation‘; eine ‚Kunststation‘; eine ‚Familienstation‘ mit Ballonfiguren und Kinderschminken sowie eine ‚Diskussionsstation‘, bei der herausfordernde Frage mit Kreide auf die Straße geschrieben waren. Der Rest der Besatzung lief um den Platz herum, um für den Einsatz zu beten und mit Passanten zu reden.

Als die Vorstellungen ein zweites Mal aufgeführt wurde, blieben immer mehr Menschen am Platz stehen und es fanden bedeutungsvolle Unterhaltungen statt. Die Besatzungmitglieder waren sehr überrascht, dass sie Menschen trafen, die ihre Muttersprache sprechen und so konnten sie sofort in Kontakt treten.

Paolo und Salvina Tallone aus Italien trafen den Italiener Rafaele. Er ist zwar Christ, aber seitdem er in Deutschland lebt wer er noch in keiner lebendigen Gemeinde, weil er nicht wusste, wo eine ist. Paolo und Salvina waren genau das Wochenende zuvor in einer lebendigen Gemeinde in Mainz und planten nun, mit Rafaele Pläne, diese Gemeinde am kommenden Wochenende gemeinsam zu besuchen.

Gyöngyi Legradi aus Ungarn traf ein obdachloses ungarisches Paar, das in Ungarn ein Baby zurückgelassen hatte. „Für mich ist es schwer, mich mit solchen Menschen aus meiner Heimat zu treffen, weil ich tendenziell sehr skeptisch bin. Mir fehlten wirklich die Worte“, erzählt Gyöngyi. Trotzdem erklärte sie anhand der One-Wish-Methode das Evangelium. Bei der One-Wish-Methode (Ein-Wunsch-Methode) kann man anhand von vier bildhaften Symbolen das Evangelium erklären.

Mariana Peres aus Brasilien fühlte sich zu Beginn des Einsatzes nutzlos, da sie kein Deutsch spricht. Sie betete und bat Gott, ihr jemanden zu schicken, der Portugiesisch spricht. Als sie sich umdrehte, stand eine Frau direkt neben ihr. „Hallo, woher kommst du?“, fragte Mariana. Die Frau antwortete, dass sie aus Angola komme. „Du sprichst Portugiesisch!“, lachte Mariana und freute sich, wie schnell Gott ihr Gebet beantwortet hat.

Flora Man aus Singapur traf eine Studentin aus China, die damit kämpfte, von Gott und dem Christentum zu wissen und gleichzeitig ihrer politischen Partei in China gegenüber loyal zu bleiben. „Ich weiß, was du meinst, aber meine Position erlaubt mir nicht, frei zu glauben“, erzählte sie Flora in Mandarin. „Vielleicht wird eines Tages etwas in meinem Leben passieren, dass mir erlaubt, dies zu ändern.“ Auch wenn sie Angst davor hatte, zu sehr in etwas hineinzugeraten, akzeptierte sie, dass Flora für sie betete. Die beiden tauschten ihre Kontaktinformationen untereinander aus, um weiterhin in Kontakt zu bleiben.

Matthias Schaller aus Deutschland sprach mit einem deutschen, atheistischen Studenten. Es war schwierig, mit diesem Mann über das Christentum zu diskutieren, weil er seinen Standpunkt mit scheinbar überzeugenden Argumenten vertreten konnte. Dennoch konnte Matthias für ihn beten. Als er Gott bat, das Herz des Mannes zu berühren, sagte der Mann „Ja“. „Seine Gedanken waren stark, aber nicht sein Herz“, meinte Matthias.

Jeanie Ough aus Australien sprach einen älteren Mann an, für den schon ein anderes Besatzungsmitglied gebetet hatte. „Ich hätte niemals gedacht, dass während meines dreitägigen Mainz-Aufenthalts jemand für mich und meine Frau, die momentan im Krankenhaus ist, beten würde“, meinte der Mann. „Das hat mich sehr berührt.“

Es gab noch andere fantastischen Begegnungen wie die von Melissa Thiessen aus Kanada, die einen Kanadier traf oder Leonie Blum aus Deutschland, die nach Jahren einen ehemaligen Klassenkameraden traf. Ray Strong* aus den Niederlanden lebte über zehn Jahre lang auf der Arabischen Halbinsel. Er betete, dass er einen Araber treffen möge. Doch dann traf er einen Pakistani, den er auf das Riverboat einladen konnte.

Der Einsatz endete damit, dass die gesamte Besatzung lautstark das Lied ‚Majesty‘ (Majestät) sang, das auf dem gesamten Platz wiederhallte. Möge seine Majestät und seine Ehre in ganz Deutschland und in allen Nationen bekannt sein!

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