Zac Wilson war kürzlich zu einem Kurzeinsatz in Nordafrika und berichtet über seine Erfahrungen vor Ort:

Sich in einer unbekannten Stadt, in der die Leute eine andere Sprache sprechen, zurechtzufinden, klingt nach einer beängstigenden Erfahrung. Wenn dann auch noch die Nutzung von Google Maps verboten ist, wird dies plötzlich zu einer echten Herausforderung. Genau das war die Situation, in der ich mich mit zwei meiner Teamkollegen befand.

Unser Auftrag wurde uns in Form eines Zettels mit Sehenswürdigkeiten der Stadt gegeben. Über jeden Ort mussten wir uns informieren und dort bestimmte Aufgaben erledigen. Die Idee war, in den Kontakt mit den Einheimischen zu kommen und einen Vorgeschmack auf den Alltag in Nordafrika zu erhalten.

Einige Gespräche über die Richtung und eine halbe Stunde später erreichten wir schließlich die Metro. Nicht der beste Start, wenn die Herausforderung auch darin besteht, möglichst schnell ans Ziel zu gelangen! Aber es ging ebenso darum, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und schon änderte sich meine Sichtweise auf die Einheimischen.

Durch unsere schlechten Fähigkeiten, arabischen Karten zu lesen, und wohl Mangel an gesundem Menschenverstand, haben wir uns oft verlaufen. Sehr oft! Als wir auf der Straße nach dem Weg fragten, erwartete ich einen Hinweis in die richtige Richtung oder höchstens eine kurze Erklärung, wohin ich gehen sollte. Stattdessen nahmen die Menschen sich die Zeit, mit uns dorthin zu gehen und sich auf dem Weg zu unterhalten. Die Leute gingen buchstäblich die extra Meile, um zu helfen. Einige gaben uns sogar ihre Telefonnummer, falls wir sie später am Tag brauchten oder uns mit ihnen in der Stadt treffen wollten. Es stellt sich heraus, dass dies eine ziemlich gute Art und Weise war, den Leuten von Jesus zu erzählen, der für die Verlorenen auf die Welt gekommen war.

Doch diese Hilfsbereitschaft war nicht der einzige Höhepunkt des Tages. Jeder von uns bekam morgens eine Bibel in arabischer Sprache, und die Aufgabe, sie auf einer Parkbank oder einem öffentlichen Platz zu „vergessen“ und zu beten, dass jemand sie aufhebt und zum ersten Mal die Bibel liest. Wir setzten uns vor eine Moschee, um für die Menschen zu beten, und ich fühlte, dass Gott mir sagte, dies sei der Ort, an dem ich meine Bibel liegen lassen sollte! Wir sahen, wie ein Mann sie aufhob und mit einem Lächeln im Gesicht zu lesen begann. Gott stand auch im Mittelpunkt des restlichen Tages. Einige Aufgaben bestanden darin, für Stadtviertel zu beten sowie Kirchen und biblische Stätten zu besuchen. Auch haben wir versucht, Liebe zu zeigen, indem wir den Kindern Süßigkeiten verteilten und Gespräche mit Menschen begannen.

Ich würde definitiv sagen, dass sich meine Sicht auf dieses Volk und auf Muslime durch diese Erfahrung verändert hat. Ein Teil meines Glaubens an die Menschheit wurde dadurch wiederhergestellt! Wenn jeder auf der ganzen Welt so hilfreich sein könnte, würden wir an einem besseren Ort leben.

Möglichkeiten in Nordafrika

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