Englisch als Türöffner

Englischunterricht ist in Asien oft ein einfacher Weg, um mit Menschen in Kontakt zu kommen. Egal, ob Kinder oder Erwachsene, im Unterricht möchten alle begierig ihre Fähigkeiten verbessern, da sie dies als wesentlichen Teil ihrer Zukunft sehen: Gute Englischkenntnisse eröffnen ihnen ein großes Potenzial an Arbeitsplätzen und bieten Erfolgschancen.

In Laos arbeitet die OM-Mitarbeiterin Donna aus den USA Teilzeit in einer Schule als Englischlehrerin. Vor Kurzem hatte sie die Möglichkeit, mit einigen Schülern und Lehrerkollegen über tiefergehende Themen zu sprechen. Nach ihrer ersten Unterrichtsstunde bereitete sich Donna auf die nächste vor. Aber es kamen nicht genug Schüler. Also beschlossen die einheimischen Lehrer, diese Stunde ausfallen zu lassen. Die kleine Gruppe aus Schülern und Lehrer ging stattdessen zusammen Mittagessen. Während des Essens erzählte eine der jüngeren Lehrerinnen, dass sie und ihr Freund ein Baby erwarten – obwohl sie noch nicht verheiratet sind. In dieser sehr konservativen Kultur war diese Neuigkeiten kein alltägliches Gesprächsthema.

„Zunächst war jeder etwas unbeholfen, bis jemand ihr gratulierte und begann, Fragen zu stellen“, berichtet Donna. „Einer der älteren Lehrer war darüber nicht erfreut und eine wohlwollende Diskussion begann, ob es sozial akzeptierbar ist, Kinder vor der Heirat zu haben.“

Als Donna nach ihrer Meinung gefragt wurde, konnte sie erklären, wie dieses Thema in der US-amerikanischen Kultur gehandhabt wird und wie sie es von ihrem Glauben zu Gott sieht. „Ich habe die ganze Zeit gebetet, dass Gott mir Weisheit gibt, damit ich wahrhaftig, aber auch in Liebe, sprechen kann“, sagt Donna. „Das Gespräch war gut und einer der Schüler fragte mich, warum ich Christin und nicht Atheistin bin – denn er hatte gehört, dass die meisten US-Amerikaner dies wären.“

Gott erhört Gebete

„Zuerst war ich sauer, dass der Unterricht ausfiel, aber nach diesem Gespräch erkannte ich, dass Gott meine Gebete erhört hatte. Ich hatte für mehr Offenheit gebetet und die Möglichkeit, mehr mit meinen Schülern und Lehrerkollegen über meinen Glauben sprechen zu können“, berichtet Donna.

In Laos gibt es viele Möglichkeiten, die sich im alltäglichen Leben und einzelnen Gesprächssituationen eröffnen. Das wichtige ist aber, dass es im Alltag der Menschen dort ständig Christen gibt. Durch eine andauernde Anwesenheit, zum Beispiel durch Englischunterricht, haben die OM-Mitarbeiter die Möglichkeit, in das Leben der Menschen zu investieren, die meistens sonst gar keine Christen kennen.

In der Region leben 240 Millionen Menschen, davon 60 Prozent Buddhisten, hat nur die Hälfte der Bevölkerung etwas von der Guten Nachricht gehört. Zwar geben 6,5 Prozent davon an, Christen zu sein, aber nur etwas mehr als 2 Prozent sind evangelikale Christen. Die meisten Menschen in Laos hatten also niemals die Change, von Jesus zu hören und seinen Wunsch für die Menschheit: Dass jeder in einer Beziehung mit ihm lebt.

Fotos aus Laos