Ü 40-2

Werbung für OM-Reise zur Logos Hope, Bild der Logos Hope

Hier wird uns keine neu entdeckte mathematische Formel vorgestellt, sondern die altersmäßige Zusammensetzung unserer Reisegruppe. Bis auf zwei junge Damen gehörten alle anderen Teilnehmer in die Gruppe der über 40-jährigen. Zwölf Reiselustige, vorwiegend aus dem westlichen Teil Deutschlands, machten sich mit zwei erfahrenen Reiseleitern auf die zehntägige Reise in ein Land, das in jeder Hinsicht einen Besuch wert ist.

Reiseziele   

  • Kennenlernen des Global Food Garten-Projektes
  • Begegnungen mit „Gottes Ackerfeld“
  • Erkunden von Land und Leuten

Blitzlichter der Reise

  • Sektempfang auf dem Frankfurter Flughafen

Eine Teilnehmerin wurde zwar ein Jahr älter, hatte aber in diesem Jahr keinen Geburtstag (29. Februar). Das musste gleich zum Start gefeiert werden, denn zwei andere folgten im Verlauf der Reise.

Gegen 22 Uhr Ortszeit trafen wir bei strömendem Regen in Amman, der Hauptstadt Jordaniens, ein. Die sintflutartigen Regenfälle waren für ein Land, das fünf Jahre unter heftiger Dürre litt, ein Segen. Allerdings war die städtische Kanalisation den Wassermassen nicht gewachsen …

Gewürze auf einem Basar in JordanienWir checkten uns im Jerusalem ein. Erstaunlich, dass ein Hotel diesen Namen trägt, obwohl man sonst alles, was mit dem östlichen Nachbarn zusammenhängt, eher verschweigt.

Freitag ist Sonntag

Wie in allen muslimisch geprägten Ländern gilt der Freitag als Ruhetag. Wir nutzten ihn, um die Taufstelle Jesu zu besuchen, die aber wegen Überflutung geschlossen war.

Durch die Begleitung einer Mitarbeiterin vor Ort bekamen wir interessante Informationen zu Land und Leuten. Gottes Ackerfeld (1.Kor. 3,9) zu besuchen, machte uns deutlich, wie wichtig Gebet ist und welche massiven Anforderungen zu bewältigen sind. Um Arabisch gut sprechen zu lernen, benötigt man neben großer Begeisterung und Liebe auch eine erstaunlich lange Zeit: mehr als vier Jahre.

Später ließ uns der Sonnenuntergang auf dem Berg Nebo erahnen, was Mose beim Blick auf das gelobte Land bewegt haben musste. Ein wunderbares Abendessen in einem grandiosen Felsenkeller begeisterte unsere kulinarischen Sinne.

Gott braucht jeden Menschen

Für ihn gibt es weder Länder- noch Altersgrenzen. Er ruft den Bücherwurm genauso wie den Praktiker. Er liebt Abenteurer und Beständige, genauso wie Visionäre. Alle haben den gleichen Auftrag, sein Reich zu bauen. Es begeistert, davon zu hören.

Das Global Food Garten-Projekt geht von der Idee aus, in wasserarmen Gebieten dieser Welt mit sparsamsten Wasserverbrauch Obst und Gemüse anzubauen, damit Ressourcen zu schonen und Perspektiven zum wirtschaftlichen Überleben von Beduinen-Familien beizutragen. Dabei eine Wüstenlandschaft wie das Wadi Rum in Jordanien vor Augen zu haben, macht den weltweiten Sinn eines solchen Projekts deutlich. Der gesellschaftliche Nutzen ist unübersehbar.

Teilnehmer der OM-Reise bein Besuch von Sehenswürdigkeiten in der Wüste

Die Wüste blüht

Dieses Ereignis ist nicht oft zu sehen. Gott hat uns mit solcher Schönheit überrascht. Es wurde einmal mehr deutlich, wie lebensspendend Wasser ist. Neben diesem farbenfrohen Blumenteppich gab es interessante Felsformationen und Dünen mitten in der Wüste zu bestaunen und zu erklimmen. Die Übernachtung im Beduinenzelt mit westlichem WC-Touristenkomfort lehrte uns, dass man gewaltig frieren kann und Romantik solcher Art nicht alle Tage braucht! Einen Sonnenuntergang und -aufgang in der Stille der Wüste zum persönlichen Gespräch mit Gott zu nutzen, gehörte neben dem strahlenden Sternenhimmel für viele von uns zu den Höhepunkten der Reise.

Wunder sind für Gott kein Problem

In der Nähe von Petra übernachteten wir in einem schönen Hotel. Abends genossen wir ein sehr schmackhaftes traditionelles Gericht: Lamm in Joghurtsauce. Am nächsten Morgen die Überraschung: ein Platten an einem Hinterrad. Wir erlebten die Soforthilfe freundlicher Menschen, die nicht vom Pannenservice kamen. Dankbar registrierten wir, dass die Panne weder in der Wüste noch auf der Autobahn passiert war, sondern direkt vor dem Hotel.

Eine Felsenstadt mitten in einem Trockental – Wadi Musa – gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Diese Felsformationen sind beeindruckend! Man bemerkt als Mensch, wie winzig man ist. Wir stellten einmal mehr fest, dass Menschen aller Zeiten auf der Suche nach dem lebendigen Gott waren und wir den großen Vorteil haben, ihn sogar persönlich zu kennen! Trotz deutlicher Regenankündigung auf dem Wetterradar fiel, solange wir Petra besichtigten, kein Tropfen vom Himmel.

Sonnenuntergang über dem Toten MeerErholung am Toten Meer

Nach so vielen Eindrücken hatten unsere umsichtigen Reiseleiter einen Entspannungs- und Erholungstag am Toten Meer eingeplant. Der war nötig und hat uns alle total begeistert. Er klang mit einem traumhaften Sonnenuntergang aus.

Flüchtlingslager sind eine Tragik

80 000 syrische Flüchtlinge leben dort. Jordanien hat gut 6,7 Millionen Einwohner und drei Millionen Flüchtlinge aus Syrien, Palästina und anderen Nachbarländern aufgenommen. Solche Zahlen zu hören, treibt einem als Deutschen mit diesem ewigen Diskutieren über Migranten die Schamröte ins Gesicht!

Abends tauschten wir auf einer Geburtstagsparty Gebetsanliegen mit Menschen von „Gottes Ackerfeld“ aus. Beide Seiten wurden ermutigt.

Was bleibt außer schönen Eindrücken?

Viel Dankbarkeit für Bewahrung und Betreuung durch unsere beiden Reiseleiter, neue anspornende Kontakte und interessante Bekanntschaften sowie die klare Aufforderung unseres Herrn: „Bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter aussende!“ (Mt. 9,37) mit dem nötigen Durchhaltevermögen, Begeisterung und Mut, sich tapfer Herausforderungen zu stellen.

Panoramabild der Wüste in Jordanien

Die nächste OM-Reise findet vom 20. bis 27.11.2019 in Belém, Brasilien auf dem OM-Schiff Logos Hope statt.