Keine typische Mitarbeiterin

Von diesem Zeitpunkt an betete sie für die Schweiz und dass sie eines Tages die Möglichkeit haben würde, an einem Missionseinsatz im Land der Alpen teilzunehmen. Aufgrund der Finanzkrise in Argentinien schien dies jedoch unmöglich. „Ich betete: ‚Gott, wenn du wirklich willst, dass ich gehe, dann lass mich gehen!‘“, erzählt Ana Maria. Sie wartete und betete weiter für eine Gelegenheit zu gehen und nutzte ihre Vorbereitungszeit, um Modedesign und Tanz zu studieren. Schließlich schloss sie als zertifizierte Tanzlehrerin ab. Zwei Jahre später öffnete Gott ihr die Türen und stellte sogar Flüge für Ana Maria durch die Gemeinde ihrer Schweizer Freundin bereit.

Dann kam für Ana Maria die Zeit, einen großen Glaubensschritt zu wagen: Argentinien für ein Jahr zu verlassen, um in einem völlig unbekannten Land zu dienen. Sie sprach kein Englisch oder Deutsch – nur Spanisch – und hatte kein eigenes Geld. Nach ihrer Ankunft in der Schweiz wurde Ana Maria das Au-Pair einer christlichen Familie. Es war nicht so, wie sie sich den Missionseinsatz in der Schweiz vorgestellt hatte, aber es war eine Gelegenheit, Deutsch zu lernen, sich in das Land zu verlieben und zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee zu sehen. Ein Jahr später kehrte Ana Maria nach Argentinien zurück, sie wollte aber unbedingt wieder in die Schweiz zurückkommen. Abermals schien ihr Wunsch unmöglich, aber Gott sagte ihr: „Du wirst zurück in die Schweiz gehen. Nutze diese Zeit, um dich vorzubereiten.“ Das tat Ana Maria, weil sie wusste, was ihr unmöglich erschien, war für Gott möglich.

Gottes Liebe und Hoffnung weitergeben

Eines Tages erhielt Ana Maria einen Anruf von ihren Schweizer Freunden. Diese berichteten, dass Gott ihnen deutlich gemacht hätte, sie sollten einen Flug buchen, damit sie in die Schweiz zurückkehren könnte. Nach und nach erhielt Ana Maria das Geld, das sie für die Rückkehr in die Schweiz benötigte, um an einem einjährigen Missions- und Jüngerschaftsprogramm in der Schweizer OM-Zentrale teilzunehmen. Dort lernte sie mehr über ihre Beziehung zu Gott und wie Gott ihre Bereitschaft, ihm zu dienen, nutzen kann, indem sie jedem, den sie trifft, von seiner Liebe erzählt. Ana Maria konnte mit Flüchtlingen, Kindern und im OM-Café arbeiten. Doch was sie überraschte, war, dass sie ihre Ausbildung zur Tanzlehrerin einsetzen konnte. Ana Maria konnte durch ihren Beruf die Liebe und Hoffnung Gottes weitergeben, indem sie Flüchtlingsfrauen Tanzkurse gab. Durch den Tanzunterricht konnte sie auch zeigen, wie Gott Leben verändern kann.

Jeder kann mit seinem Leben dienen

Ana Maria hätte nie gedacht, dass sie eines Tages ihren Beruf als Tanzlehrerin nutzen würde, um Gott im Ausland zu dienen – und das war erst der Anfang: Ana Maria kehrte nach Argentinien zurück und begann, für ihre Zukunft zu beten. Sie dachte, dass sie in Argentinien bleiben würde. „Doch Gott änderte meine Pläne“, sagt Ana Maria. „Eine Frau aus meiner Gemeinde sagte mir, sie kenne einige christliche Mitarbeiter auf der Arabischen Halbinsel, die Hilfe suchen.“ Ana Maria betete weiter über ihre Zukunft und nach zwei Vorstellungsgesprächen war es klar: Sie würde ihren nächsten Glaubensschritt machen und auf die Arabische Halbinsel gehen, um Gott dort zwei Jahre lang als Tanzlehrerin zu dienen. Ana Maria folgert: „Jeder kann Gott mit seinem Leben dienen!“ Die eine Sache, die sie über die ganze Zeit führte, war und ist Gottes Hilfe und Fürsorge. Er war bei jedem Schritt ihres Weges mit dabei.

Bitte beten Sie für Ana Maria, die Gott weiter mit ihren Fähigkeiten und ihrer Leidenschaft auf der Arabischen Halbinsel dient.

Möglichkeiten in Argentinien

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