Seit 14 Jahren unterrichtet OM-Mitarbeiter Paul W.* in einem Land in Zentralnordafrika Englisch. Er möchte dabei den vorwiegend muslimischen Menschen das Evangelium weitersagen. Während er sich darauf vorbereitet, erneut ein weiteres Semester zu beginnen, bleiben seine Ziele gleich: Beziehungen zu Einheimischen aufbauen, Möglichkeiten für geistliche Gespräche schaffen und dabei praktische Hilfe durch Sprachunterricht anbieten.

Die Einheimischen in Pauls Wohngegend sind davon begeistert, Englisch zu lernen. „Die meisten sind auch sehr lernwillig. Ich unterrichte nun in meinem fünfzehnten Jahr hier Englisch und darf seither sehen, dass die Zahl meiner Klassen wächst!“, freut sich Paul. „Besonders gefragt sind die Kurse, die ich zu einem ermäßigten Preis anbiete oder für Kinder sogar kostenlos halte.“ In diesem Semester haben sich bis jetzt über 35 Personen für vier verschiedene Klassenstufen angemeldet. „Aber ich erwarte, dass wenn die Anmeldezahlen so bleiben, in jeder Klassenstufe bis zum Beginn des Unterrichts mehr als 20 Schüler sein werden“, ist sich Paul sicher.

Paul bietet den Englischunterricht für Kinder kostenlos an. So hat er die Möglichkeit, langfristige Beziehungen aufzubauen. Er kann in diese investieren und dadurch sind die Gespräche über den Glauben offener. „Ich beobachte Situationen und analysiere meine Beziehungen, um zu sehen, ob jemand für das Evangelium bereit ist”, berichtet er. „Mittlerweile kenne ich die Zeichen, die dies verraten."

Paul ist der einzige OM-Mitarbeiter, der Englischunterricht anbietet. Daher ist die Zahl der Studenten, die er erreichen kann, begrenzt. Aber diejenigen, die sich einen Platz in seinen Klassen sichern, lernen etwas aus der Bibel und führen Gespräche über den Glauben. Beides nutzt Paul als Lehrmittel im Unterricht. Bereits als er vor Jahren in der Region ankam und mit dem Englischunterricht begann, fand er heraus, dass er der erste und einzige Lehrer ist, der die Bibel in seinem Unterricht verwendet. Er sieht darin jedoch die perfekte Gelegenheit: Die Bibel hilft den Schülern, ihr Englischvokabular zu erweitern. Gleichzeitig kann er ihnen den christlichen Glauben erklären.

„Ich bin jedoch in meinem Lehrmaterial begrenzt und plane den Unterricht aus zwei Arbeitsbüchern, die ich mit den Schülern durcharbeite“, erzählt Paul. „Ich habe nur wenige Exemplare, die die Schüler teilen müssen. Es gibt auch keine Arbeitsblätter, die sie mit nach Hause nehmen können, außer denen, die im Unterricht abgeschrieben werden.“

Die Herausforderung in Pauls Arbeit ist nicht das Wissen, wann und wie er das Evangelium weitererzählen kann – es ist der Unterricht an sich. Mehr Lehrer, Bücher und visuelle Hilfsmittel wie Videos können einen großen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen mit der Wahrheit Gottes effektiver erreicht werden. „Wenn wir keine Lehrer und Ressourcen haben, werden wir nicht produktiv sein”, meint er. „Aber ich will Gott weiterhin vertrauen, denn er wird weiter mich und meinen Dienst versorgen.“ So investiert Paul kontinuierlich in seine Mitmenschen – ein Wort nach dem anderen.

betenDanken Sie Gott für Pauls langjährigen treuen Dienst und beten Sie, dass er Unterstützung bekommt – an Mitarbeitern und Materialien.

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