Flucht aus der Kriegszone

Igor wuchs im Osten der Ukraine auf. Trotz atheistischem Unterricht war er sich immer sicher, dass es Gott gibt. In Gedanken bat er Gott auch, dass er sich ihm offenbart. „Scheinbar zufällig ging ich kurz nach diesen Gedanken in eine Kirche, erfuhr dort von Jesus und beschloss an diesem Tag, dass ich mit Jesus leben wollte“, erinnert sich Igor. Nach Beginn der Kampfhandlungen im Osten der Ukraine floh er mit seiner Mutter in den Westen nach Riwne. Dort kam er durch den Pastor der messianischen Gemeinde in Kontakt mit OM. Pastor Oleg Abaturov ist auch Leiter des dortigen OM-Teams. Als er von Igors Fähigkeiten im Kickboxen hörte, versuchte er ihn zu überreden, diese Leidenschaft zu nutzen, um die Jugendlichen der Stadt mit Gottes Liebe zu erreichen.

Respekt gewinnen

Trainer Igor gibt während des Trainings Anweisungen „Aber ich glaubte, dass Kickboxen Sünde sei“, erklärt Igor. „Nachdem ich Jesus angenommen hatte, wurde mir beigebracht, dass jede Form der Kampfkunst Sünde sei, weil sie gewalttätig wären.“ Doch aus irgendeinem Grund nahm er nach zwei Jahren eine Einladung an, sich in einem nicht-christlichen Sommercamp als Sportlehrer zu engagieren. Dort lehrte er den Jugendlichen sogar Kickboxen. Zu seiner großen Überraschung gewann er sofort Respekt in den Augen der Teenager. „Nach fünf Tage im Sommercamp versammelten sich alle um mich und fragten, wie ich dem Herrn begegnet war. An diesem Tag beschlossen 22 der Jugendlichen, ein Leben mit Gott zu beginnen und viele von ihnen leben bis heute mit Gott!“, berichtet Igor. „Ich war so begeistert und Gott schenkte mir die Überzeugung, dass dies sein Weg ist, das Leben der Jugendlichen zu verändern. Zu Hause habe ich dies sofort mit Oleg besprochen und wir gründeten im OM-Gebäude den Kickbox-Club School of Courage.“

„Mein Wunsch ist es, dass junge Menschen erkennen, dass der große und herrliche Gott seinen Sohn Jesus Christus für uns gegeben hat – ohne eine Gegenleistung zu fordern. Ich möchte, dass sie sehen, dass es mit Gott möglich ist, einen guten Charakter aufzubauen, sich zu verändern und zu wachsen und das ewige Leben zu haben.“  Igor Kovalchuk

Kickboxen und Bibelstudium

Mit dem Kickboxen erreicht Igor vor allem Jugendliche, die wie er aufgrund der Kriegshandlungen aus dem Osten des Landes nach Riwne fliehen mussten. Durch persönliche Beziehungen, Freundschaft und Fürsorge gibt Igor, der hauptberuflich in einem Sportgeschäft arbeitet, ihnen das Evangelium weiter. Er erinnerte sich, welche Autorität die Worte seines Trainers für ihn in der Teenagerzeit hatten. „Als ich sah, dass ich unter den Jugendlichen in der School of Courage Autorität habe, begann ich, ihnen von Jesus Christus zu erzählen. So war es schon bald notwendig, neben unseren Kickbox-Trainingseinheiten einen christlichen Jugendclub zu eröffnen“, freut sich Igor. „Einmal in der Woche treffen wir uns nun für ein gemeinsames Bibelstudium. In den letzten beiden Jahren nahmen mehr als 20 der Teilnehmer Jesus als ihren Herrn an.“

Ein Mädchen posiert mit Boxhandschuhe

BETEN: Beten Sie für ein eigenes Trainingsgebäude, da die gemietete Schulhalle keine langfristige Lösung ist und dafür, dass die Jugendlichen der School of Courage mutig ihren Freunden von Jesus erzählen und ihr Umfeld positiv beeinflussen.

SPENDENPROJEKT: www.om.org/de/G419-02

GEHEN: Ermutige Jugendliche im Sommercamp der School of Courage: kurzeinsatz.de@om.org

Mehr aus Ukraine

R54882

Hunger nach Gott

Das Team von OM Ukraine startet in einer nördlichen Provinz von Odessa, nachdem es dort an einem Bus4Life Einsatz teilgenommen hat, ein Gemeindegründungsprojekt.

weiterlesen

Fotos aus Ukraine