Zehn Tage Starkregen überfluteten Mitte Juli einige der Flüchtlingslager und Straßen in und rund um Cox Bazar. Dort leben nach ihrer Flucht etwa 919 000 Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar. Regierungsmitarbeiter und Freiwilligenteams arbeiteten während der Sommermonate an der Instandsetzung von Straßen und der Verbesserung von Unterkünften in den Lagern.

Bis zum 12. August wurden 40 296 Flüchtlinge in neue, gut ausgebaute Unterkünfte umgesiedelt und die allgemeine Infrastruktur verbessert. Der Hochwasserschutz und die Reaktion darauf haben dafür gesorgt, dass es in der laufenden Monsunzeit keine größeren Vorfälle gegeben hat. In den Lagern ist eine kontinuierliche Vorbereitung unerlässlich, da während Oktober und November die Wirbelsturm-Saison ist.

Nach jüngsten Berichten von humanitären Organisationen sind die Lager und Siedlungen im Gebiet südlich von Cox Bazar im Vergleich zu den größeren Lagern im Norden weiterhin schlechter versorgt. In diesem Bereich fehlt es sowohl für die Rohingya-Flüchtlinge als auch für die Bewohner, die sie aufnahmen, an medizinischer Versorgung und anderer Unterstützung. An diesem Ort hat das OM-Team die Beziehungen weiter ausgebaut, Hilfe verteilt und weitere Projekte gestartet, um mit den Menschen dort zu interagieren. Viele der Menschen in dem Lager, in dem aktuell die Hilfsprogramme laufen, bleiben wegen des Regens und der Hitze der aktuellen Jahreszeit krank.

Das OM-Team baut weiterhin Beziehungen durch ein Sportprogramm auf. Sechs Tage in der Woche bieten sie für die Rohingya und lokalen Bewohner ein Fußballtraining mit Gesprächen und Diskussionen über biblische Werte an. Einer der regelmäßigen Fußballspieler sagte kürzlich vor der Mannschaft: „Wir leiden an verschiedenen Krankheiten. Ich werde zu einem nutzlosen Mann ohne Arbeit, ohne Geld und kann nicht aus den Lagern gehen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich hier sterben werde." Ein weiterer Mann, der seit einem Jahr in Bangladesch ist und von seiner Familie getrennt ist, sagte zu den Mitarbeitern: „Ich habe meine Brüder und Schwestern seit vielen Monaten nicht mehr gesehen. Ich fühle mich, als wärt ihr meine Brüder hier, denn jedes Mal, wenn ihr kommt, fragt ihr nach uns und redet mit uns, aber viele der anderen Menschen tun dies nicht."

Ein neues Teammitglied aus der Bevölkerung hat sich den Arbeiten angeschlossen und die Bauarbeiten auf dem Grundstück eines Partners vor Ort haben begonnen. Hier werden der kinderfreundliche Raum und andere Angebote angesiedelt sein, sobald die entsprechenden Berechtigungen erteilt sind.

Bis heute haben über 4000 Familien Hilfe von OM und dem lokalen Partner erhalten. Im August erhielten 150 Familien und 50 Kinder Hilfe, diesmal speziell in den Lagern, in denen OM an sechs Tagen in der Woche Sportprogramme, an drei Tagen in der Woche Kinderklubs und einfachen Englischunterricht für Frauen durchführt.

Nach der Ermittlung, was der größte Bedarf war, wurden im September 1000 weitere Pakete in dem Gebiet verteilt. Diesmal bestanden die Pakete auf Wunsch der Familien aus: Kleidung und Sandalen, Bettwäsche, Handtücher, Teller, Gläser, Schalen, Seife und Trinkwasser.

Bitte betet für die Gesundheit der Flüchtlinge, da die Teammitglieder die Möglichkeit haben, mit ihnen über die Heilungskraft von Jesus zu sprechen, und für die Beziehungen, die über gemeinsame Zeit aufgebaut werden. Betet weiter für die notwendigen Genehmigungen und Weisheiten, um den Flüchtlingen und den Einwohnern, die sie aufnahmen, sowie den immer mehr lokalen Mitarbeitern am besten zu dienen. Beten Sie auch für neue Mitarbeiter, da etwa 30 Mitarbeiter nötig sind, um den kinderfreundlichen Raum in vollen Funktionsumfang zu betreiben.

 

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