1. Toll, wenn ihr als Familie geht

Wir glauben, dass Ehepaare und Familien für die Weltmission wichtig sind. Meistens bringen sie Reife und Verantwortungsbewusstsein sowie technische und professionelle Fähigkeiten mit, die für die Missionsarbeit gebraucht werden. Mann und Frau leisten unterschiedliche Beiträge. Außerdem sind Ehepaare in vielen Kulturen hoch geschätzt und respektiert. Kinder sind natürliche Brückenbauer bei Beziehungen und beim Einleben. Es gibt noch weitere Gründe, warum Familien bei OM und in der Mission willkommen sind:

  • Sie sind ein Vorbild für andere Familie (des Teams, des Gastlandes).
  • Sie sind Zufluchtsort für Singles, können ein Stück Heimat/Zuhause für andere bieten (wenn dies die Familiensituation zulässt).
  • Für sie ist es relativ einfach, Gastgeber zu sein, insbesondere in einer Kollektivkultur.
  • Sie können das Zentrum des Teamlebens bilden, weil sie i. d. R. ein großes Wohnzimmer für die Teamtreffen haben.

2. Familien haben eigene Herausforderungen

Es gibt auch viele Herausforderungen und Hürden, die mehr Zeit und Geld und Begleitung beanspruchen, als bei Ledigen. Die größten Themenbereiche, die zu beachten sind, sind:

  • Kinder: Bildung der Kinder, Prägung als TCK – third culture kid (Kinder wachsen in mehreren Kulturen auf), Erziehung, wo ist mein Zuhause, Umgang mit vielen Ortswechsel.
  • Vollzeitlicher Dienst – was bedeutet das? Work-life-balance oder worklife oder lifework?
  • Rollenverständnis von Mann und Frau – was sind die Unterschiede zu anderen Kulturen.
  • Finanzen: Altersvorsorge, Lebenshaltungskosten zu denen auch finanzierbare "Auszeiten" gehören, Schulkosten bzw. Kosten für Lernhelfer, Doppelbesteuerung ...
  • Identität und Glaubwürdigkeit im Land (oft ein Thema für den Vater: Was ist dein Job, was ist deine Berechtigung im Land, was zeigt deine Verantwortlichkeit für die Familie).
  • Verhältnis zur Familie und Verwandtschaft im Heimatland
  • Eingewöhnungsphase im Land: Sprache und Kulturtraining dauern oft länger. Wegen der Kinder sind die Eltern weniger abkömmlich und müssen immer wieder Kompromisse finden, um sich nicht zu überfordern.

3. OM heißt Familien herzlich willkommen

Darum gibt OM verschiedene Hilfen zur Hand. Bereits im Vorbereitungsprozess stellen wir eine Fülle an Materialien zur Verfügung, stellen Kontakt zu Missionarsfamilien her und besprechen zusammen die obigen Punkte. Außerdem haben Familien eigene Ansprechpartner, die Zugang zu einem breiten Netzwerk schaffen.

Ein Bericht einer Familie in Südafrika ist hier.

Wie fünf Frauen das Leben zwischen Mutter- und Missionarsdasein sehen, kann hier nachgelesen werden.

4. Bewerbungsprozess für Familien

Bis der Einsatz einer Familie beginnen kann, braucht es einige größere und kleinere Schritte. Oft dauert es vom Erstkontakt mit OM bis zur Ausreise 1-2 Jahre.

  1. Erstkontakt mit OM:
    Erfolgt informell mit einer Kurzvorstellung der Familie und deren Anliegen/Motivation an personal.de@om.org. Per E-Mail und Telefon erfolgt eine grobe Abstimmung über die Einstiegsvoraussetzungen* und mögliche Einsatzländer.
    Wer seinen Beruf und seine Fähigkeiten in erster Linie einsetzen möchte, für den fragen wir gerne vorab verschiedene Einsatzländer an. Hierzu benötigen wir die Kurzvorstellung auf Englisch.
  2. Mit der Bewerbung beginnt OM konkret, mit möglichen Einsatzländern Kontakt aufzunehmen und Mitarbeitsmöglichkeiten zu erfragen.
    Die Bewerbung erfolgt vorzugsweise mit einem OM-Fragebogen, der der Familie auf Anfrage zugeschickt wird. Der Fragebogen wird zusammen mit einem Lebenslauf und Zeugnissen an OM zurückgesendet.
  3. Telefonat mit dem Personalbetreuer für Familien, Abstimmung weiterer Schritte, u. a. Vereinbarung eines Treffens zum Kennenlernen, vielleicht auch bei der Familie Zuhause.
  4. Teilnahme am Einführungsseminar (EFS) als Familie
    Hier soll konkret werden, ob OM die passende Organisation für die Familie ist.
  5. Falls noch nicht geschehen: Einbeziehung der Heimatgemeinde, Referenzpersonen anfragen.
  6. Schrittweise Klärung offener Fragen
    möglichst: Besuch im Einsatzland und/oder Kurzeinsatz mit OM
  7. Nachdem das Einsatzland bestätigt ist, Teilnahme am GET (Gemeinde- und Elterninformationstag).
  8. Vor Ausreise:
    - Aussendungsgottesdienst in der Heimatgemeinde
    - Teilnahme an der internationalen GO!-Konferenz, eine Vorbereitungskonferenz für Neueinsteiger
     

*Einstiegsvoraussetzungen:

  • Sendende Gemeinde
  • Bereitschaft, auf Spendenbasis zu leben
  • Bereitschaft, sich über die besonderen Herausforderungen als Familie im interkulturellen Dienst zu belesen
  • Teilnahme am Einführungsseminar
  • Vorstellungsgespräch in Mosbach