Hoffnung für Afghanistan

Autor: Corinna Scharrenberg

Voller Sorge beobachten die Mitarbeiter von Pamir Ministries die aktuelle Situation in  Afghanistan: „Unser Schmerz passt nicht in das Herz des Meeres. Der Ozean ist zu klein, um unseren Kummer zu umarmen!“

Pamir Ministries ist ein Mediendienst von OM. Die gut 25 Mitarbeiter, die außerhalb Afghanistans leben, produzieren und senden seit 30 Jahren Botschaften via Radio,  Fernsehen und Sozialen Medien an Afghanen in aller Welt – vor allem aber direkt nach Afghanistan. Durch diese Arbeit soll die Liebe Jesu unter den Afghanen bekannt werden und Afghanen zu Jesus-Nachfolgern werden, die andere Afghanen in die Nachfolge bringen.

Jeden Tag sind die Pamir-Mitarbeiter, darunter auch viele Afghanen, in Kontakt mit Afghanen. Dabei sind Rückmeldungen wie diese normal: „Ich habe einige Freunde, die mehr über Jesus wissen und ihm nachfolgen wollen. Ich lese die Bibel und ich möchte wissen, wie man Jesus nachfolgt.“

Von April bis Juni 2021 führte das Team insgesamt 886 Telefonanrufe mit Afghanen. „Dabei haben über 70 Prozent aus Afghanistan selbst angerufen“, erklärt Mike B., ein Pamir-Mitarbeiter. „Mit einigen Afghanen haben wir sogar über das Telefon Kurse durchgeführt, in dem sie mehr über den Glauben an Jesus erfahren haben.“

Alle Programme – seien es die Fernseh- oder Radiosendungen, die Social Media-Auftritte, eine Bibel-App auf Dari oder afghanische Anbetungslieder – werden vom Pamir-Team selbst produziert. Außerdem gibt es auch immer wieder Live-Sendungen, bei denen Zuschauer sich beteiligen können.

„Ich folge dem Programm und ich liebe es!“, meldete sich ein Afghane auf ein Radioprogramm zurück. „Meine Frau war nach der Geburt unseres fünften Kindes gelähmt und ich konnte mir die Medikamente nicht leisten. Ein Pamir-Mitarbeiter betete im Namen Jesus für meine Frau und dieser Gott heilt sie! Sie kann sich jetzt nach einer
Woche ein wenig bewegen. Danke für eure Gebete!“

Als sich die Situation in Afghanistan zuspitze, traf sich das Team online, um gemeinsam zu weinen und zu beten. Weiter sind sie mit Hunderten Afghanen im Land in Kontakt und ihre Hilferufe gehen ans Herz: „Wir leben nicht – wir sterben jeden Tag. Bitte vergesst nicht, für uns zu beten. Das einzig Lebendige in uns ist Gott.“ „Wir haben in diesem Jahr schon so viele Katastrophen erlebt: Krieg, Corona, Dürre, ein schwerer Frost im Frühjahr – es gibt keine Früchte auf den Bäumen. Möge Gott uns gnädig sein.“ „Nachts schaue ich in den Himmel. Ich weine und bitte Jesus, Frieden zu bringen.“

So möchte das Pamir-Team weiter „die Hoffnung, den Frieden und die Vergebung in Jesus durch Medien und Jüngerschaftsprogramme weitergeben. Damit Afghanen weiter in der Lage sind, Afghanen zu Jüngern zu machen, was dann zu gesunden Familien, gesunden Kirchen und gesunden Gemeinschaften führt.“

Hier können Sie helfen

GEBET: Bitte beten Sie für die afghanischen Mitarbeiter im Pamir-Team, die über den Umbruch in Afghanistan trauern und sich große Sorgen um ihre eigenen Familienmitglieder im Land machen. Beten Sie auch für eine neue zusätzliche Radiosendung, neue afghanische Anbetungslieder, eine neue TV-/Videokameraausrüstung sowie für neue Mitarbeiter, die die Afghanen im Land und die Flüchtlinge mit der Botschaft der Hoffnung und des Lichts in diesen dunklen Zeiten segnen möchten.

Afghanistan: Mann in Afghanistan mit kleinem Radio und Teetasse

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