Nichts war umsonst

Autor: Hannah Deane

Surya wuchs in Südasien auf und arbeitet auch heute noch in dieser Region. Gemeinsam mit ihrem Ehemann gründet sie Gemeinden, bildet Jesus-Nachfolger aus, damit diese von Gottes Liebe erzählen, hilft jungen Frauen und unterstützt verschiedene Projekte. So hat Surya dazu beigetragen, dass der Leib Christi weltweit unterstützt wird und wächst.

Jesus entdecken

Wie viele andere in ihrem südasiatischen Land auch, wuchs Surya in einer strenggläubigen hinduistischen Familie auf. Mit fünf Jahren wurde Surya mit ihren Geschwistern zu einer Sonntagsschule einer Kirche eingeladen und die Kinder gingen hin. Ein Jahr später warnte eine Tante ihre Mutter, dass Surya Christin werden würde, wenn sie weiter in die Kirche ginge – deshalb ließ Suryas Mutter sie nicht mehr zur Sonntagsschule gehen.

Als Surya 15 Jahre alt war, wurde einer ihrer Brüder Christ und lud sie erneut in die Kirche ein. Surya weigerte sich, mit ihm in die Kirche zu gehen, da sie der Überzeugung war, dass sie als Hindu geboren wurde und als Hindu sterben würde. Ihr Bruder ließ aber nicht nach und als es eine besondere Weihnachtsveranstaltung stattfand, gab Surya nach und ging mit.

Surya erinnert sich noch gut daran, was drei Tage nach dem Gottesdienst geschah: „Ich ging zu meinem Bruder und sagte: ‚Ich möchte diesen Jesus kennenlernen, von dem du mir immer erzählst.‘ Das war der Tag, an dem ich Jesus tatsächlich angenommen habe.“

Mit dieser Entscheidung für Jesus stand Surya nun vor vielen Herausforderungen: Ihre Eltern versteckten ihre Bibel und da sie sich weigerte, Speisen zu essen, die Götzen geopfert wurden, schlug ihre Mutter sie. Außerdem durfte sie keine anderen Jesus-Nachfolger treffen, nicht einmal ihren Bruder. Aber Surya war bereit, ihrem Erlöser zu folgen, auch wenn es mit hohen Kosten verbunden war. „Ich hatte eine kleine Bibel, die ich in meiner Hose versteckte“, erzählt Surya. „Wenn ich auf die Toilette ging, las ich heimlich in dieser Bibel. Ich hatte keine christliche Gemeinschaft oder Jüngerschaft … nichts!“

Mit 21 Jahren erzählte Surya ihrer Mutter, dass sie in die Kirche geht und sich taufen lassen wolle. Das verärgerte ihre Mutter und sie sagte, dass Surya aus dem Elternhaus ausziehen solle. Doch Surya blieb und hielt an ihrem Glauben an Jesus fest. Da ihre Eltern über die Jahre sehen konnten, welche Wunder Gott durch Surya tut, haben sie sich mittlerweile auch entschieden, Jesus nachzufolgen. Das macht Surya sehr dankbar und glücklich.

Investition in andere

Inzwischen ist Surya verheiratet und im Laufe der Zeit hat das Ehepaar sowohl in ihrem Heimatland als auch in anderen Teilen Südasiens Gemeinden gegründet. Sie durften sehen, wie sich durch ihren Dienst Gruppen bilden und wie diese wachsen. Da sie vor der Gründung einer Gemeinde immer nach einem Leiter suchten und diesen zum Pastor ausbildeten, dauert solch eine Gemeindegründung manchmal auch bis zu einem Jahr.

In letzter Zeit konzentrieren sich die beiden verstärkt darauf, Leiter und Jesus-Nachfolger auszubilden. Außerdem unterstützen sie eine Organisation in den USA, um qualifizierte Mitarbeiter nach Südasien zu senden. Surya und ihr Mann möchten ihre eigenen Erfahrungen in der Nachfolge Christi nutzen, um anderen zu helfen, Christus zu folgen und seine Liebe an andere weiterzugeben.

„Wir befinden uns in einer Phase unseres Lebens, in der wir so begeistert sind, weil wir junge Führungskräfte ausbilden“, sagt Surya. „Wir freuen uns, dass junge Menschen aufstehen, um das zu tun, was Gott in der nächsten Generation tun will.“ Surya hat ihr Herz in die Jüngerschaft junger Frauen gesteckt, indem sie mit ihnen das Buch der Sprüche durchging. Sie wählte dieses Buch wegen der Weisheit, die es für die tägliche Entscheidungsfindung bietet.

Frauen in Südasien bei der ReisernteDurch die Jüngerschaftsgruppe hat Surya den Frauen die Liebe Christi gezeigt, Wahrheit in ihr Leben gebracht und ihnen geholfen, ihren Glauben zu stärken. Für viele der jungen Frauen hat diese Gruppe ihr Leben verändert. Eine junge Frau weigerte sich früher in die Kirche zu gehen – heute ist sie eine der Hauptverantwortlichen für den Kindergottesdienst. Eine andere hatte emotionale Probleme und hat sich nun zu einer Führungspersönlichkeit in der Gemeinde entwickelt.

Suryas Leidenschaft für die Gruppe rührt von ihren persönlichen Erfahrungen her, die sie in ihren ersten Tagen in der Nachfolge Christi gemacht hat. Sie erinnert sich daran, wie es war, niemanden zu haben: Niemand war in der Lage, für sie da zu sein und sie als junge Jesus-Nachfolgerin in der Jüngerschaft anzuleiten. Aber jetzt kann sie andere aus ähnlichen Verhältnissen in der Jüngerschaft anleiten.

„Ich möchte diese jungen Menschen gezielt auswählen und sie in die Jüngerschaft führen und sie hier wieder zu Gott zurückbringen“, sagte Surya.

Da sich langsam die Grenzen nach der pandemiebedingten Schließung wieder öffnen, hoffen Surya und ihr Mann, sich einem Team in Südasien anzuschließen, um ein neues Projekt zu starten, das sich auf einen bestimmten Volksstamm konzentriert. Sie wollen jungen Frauen, von denen viele in die Prostitution verkauft wurden, helfen, Bildung zu erhalten, damit sie eine bessere Zukunft haben können. Sie beten, dass Gott die nötigen Türen öffnet, um diesen Stamm mit dem Evangelium zu erreichen.

Bitte unterstützt Surya und ihren Mann im Gebet:
„Bete um Schutz, denn einige der Orte, an die wir gehen, sind sehr gefährlich. Bete auch für Sicherheit auf unserer Reise. Bete um Gottes Gunst, dass er vor uns geht und uns den Weg bereitet, noch bevor wir ein neues Gebiet unseres Dienstes betreten.“ 

Surya berichtet über seine Arbeit (Englisch)

Südasien: Three women in South Asia spend some time in prayer together. In remote places, times of fellowship with other Jesus followers is a special occasion.

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