Uns bewegt die Welt ...

Autor: Corinna Scharrenberg

Wir wollen dynamische Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern unter den am wenigsten Erreichten sehen“ – das ist die Vision von OM und sie soll auch in Deutschland umgesetzt werden. Dafür gibt es bei OM in Deutschland die Teams von Mission in Deutschland (MiD). Im Gespräch mit Corinna Scharrenberg erzählt MiD-Leiter Timon Möhrer mehr davon.

Timon, was steckt hinter Mission in Deutschland?
Uns bewegt die Welt und wir beginnen hier zu Hause. Als Jesus-Nachfolger haben wir den Auftrag, alle Welt – auch die Menschen in Deutschland – zu Jüngern zu machen. Mission besteht aus dem Hören auf Gott, was sagt er, und dem Blick auf unseren Auftrag, was tut er in dieser Welt. Gefolgt von einem mutigen Ausprobieren und Umsetzen von dem, was wir von Gott gehört haben, mit dem Blick auf diese Welt.

Was ist das Ziel der MiD-Teams?
Das Ziel sind dynamische Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern, die sich selbst multiplizieren. Es gibt Menschengruppen in Deutschland, bei denen es aufgrund kultureller und sprachlicher Barrieren um einiges schwerer ist, solche Gemeinschaften entstehen zu sehen – ihnen wollen wir uns besonders widmen. Klassische Gemeinden tun sich damit  manchmal schwer.
OM ist bei vielen noch für Kurzeinsätze bekannt, aber unsere MiD-Teams sind sehr solide und ansässig – und tief in der Gesellschaft und in Beziehungen am Wirken. Wir möchten Menschen begeistern und inspirieren, Mission in Deutschland zu leben, sie mitnehmen und ihnen zeigen, was man machen kann – auch wieder mit Kurzeinsätzen.

Was begeistert dich an den MiD-Teams?
Da ist das Hammer-Spektrum von Dienstbereichen, von Kunst über Flüchtlingsarbeit, Gemeindegründung im sozialen Brennpunkt bis hin zu einer Jüngerschaftsschule – ein breites Spektrum auf die Bedürfnisse in Deutschland und dem Kontext vor Ort angepasst. Gleichzeitig bin ich begeistert von unseren Mitarbeitern und ihrer Leidenschaft für ihre Arbeit, Jesus in ihrem jeweiligen Umfeld sichtbar zu machen! Es ist toll, dass diese nicht nur von OM kommen, sondern auch von anderen Werken. Es freut mich, dass die Arbeit unter Türken in Berlin dazukommt – und wir wollen weiter wachsen!

Wie kann man in Deutschland Menschen erreichen?
Wenn es da eine magische Rezeptur gäbe, hätte ich sie schon längst gedruckt! Wir haben uns die Unterreichten auf die Fahne geschrieben und die sind auch schwer zu erreichen. Da gibt es Hürden, wo wir als Gemeinden, als Christen in Deutschland, noch nicht wirklich den richtigen Ansatz gefunden haben. Sei es jetzt im Osten, mit Muslimen oder  Migranten. Aber es geht in jedem Fall darum, Menschen in Liebe zu begegnen, mit Ausdauer zu beten, in Beziehungen zu investieren und dann im Glauben mit Mut Schritte zu  gehen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Deutschland: Regenbogen über den Dächern Hamburgs

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