Ein Wunsch

written by Rebecca Gaasrud

Die zwölftägige Atlantiküberquerung ist eine der längsten Seereisen der Logos Hope in den letzten Jahren. Da auf See viele Aufgaben wegfallen und mehr Zeit für anderes ist, können die Schiffsmitarbeiter an Schulungen und Workshops zu ihrer persönlichen Entwicklung teilnehmen, die von dem langjährigen OM-Mitarbeiter Richard Sharp aus Großbritannien angeboten werden.

Richard ist der Erfinder der EinWunsch-Methode, mit der man über den Glauben ins Gespräch kommen kann. Während der Überfahrt brachte Richard den Schiffsmitarbeitern in zwei Schulungseinheiten bei, wie sie diese Technik einsetzen können.

„Wenn Sie bei Gott heute einen Wunsch frei hätten, um was würden Sie bitten?“, fragte Richard. Das ist die erste Frage, die er den Menschen stellt, mit denen er ins Gespräch kommt. Richard erzählt, dass er mit Hunderten von Menschen unter den verschiedensten Umständen geredet hat, aber dass er meist eine von drei Antworten bekommt. „Die Leute erzählten meist von einer von drei Sorten von Anliegen. Es geht entweder um die Gesundheit, eine Beziehung oder die Finanzen.“ Richard erklärt, dass er die Person dann fragt, ob sie in einem Satz Gott um ihr Anliegen bitten möchte.

„Was Ihnen wichtig ist, das ist auch Gott wichtig“, sagt Richard. Auch Leute, die gar nicht an Gott glauben, haben Richard erlaubt, dass er für ihr Anliegen betet. Richard weiß, dass Logik wichtig ist, doch er glaubt, dass eine Herzensverbindung Trennendes einreißen kann.

„Wissen Sie, dass auch Gott einen Wunsch an Sie hat?“ Mit seiner zweiten Frage lenkt Richard die Aufmerksamkeit der Person auf eine Reihe von vier Bildern, mit denen er erklärt, dass Gott sich eine Beziehung zu jedem Menschen wünscht.

Richards Methode macht deutlich, wie wichtig unsere Antwort auf die Botschaft des Evangeliums ist. „Ich sage den Leuten: „Gott wird dir jeden Tag deines Lebens die Hand entgegenstrecken und du kannst jederzeit seine Hand ergreifen bis zur Ziellinie, bis zu deinem Tod. Sobald du tot bist, wirst du vielleicht deine Hand ausstrecken und herausfinden, dass seine nicht mehr da ist, weil Gott seine Hand weggenommen hat.“

„Wenn ich mit Leuten rede, will ich ihnen immer so viel sagen, aber Richard hat mir dabei geholfen, dass ich meine Botschaft vereinfache“, sagte SeonHye Jeong aus Südkorea. SeonHye findet Richards Vorschlag gut, dass sie für die Männer und Frauen betet, mit denen sie redet, und sie möchte das Gelernte in zukünftigen Gesprächen umsetzen.