Das richtige tun fühlt sich nicht immer gut an

written by Cristina Amato

Jede Woche gehen die Logos Hope-Mitarbeiter an ihrem “Begegnungs-Tag“ an Land und dort auf die Bevölkerung zu. Die Pandemie hat die Möglichkeiten zu Kontakten mit der Bevölkerung stark eingeschränkt und deswegen konzentriert sich die Mannschaft gerade mehr auf praktische Projekte. Kürzlich sammelten Teams in der Gegend rund um das Schiff, das derzeit in Caracas Bay, Curaçao angelegt hat, Müll ein.

Laut dem Leiter für Hilfsprojekte des Schiffes, Pavel Martinez aus Mexiko, können sie der Bevölkerung durch die Säuberungsaktionen etwas Gutes zu tun und sich gleichzeitig um Gottes Schöpfung kümmern. Dabei ergeben sich häufig auch interessante Gespräche mit Einwohnern. Er berichtet: „Als sie mich fragten, warum wir am Strand Müll einsammeln, konnte ich ihnen erzählen, dass ich Gottes Liebe durch meine Taten zeigen möchte.”

Für Benjamin Föll aus Deutschland war das Müll aufsammeln eine einfache Möglichkeit, wie er ein Segen für die Bevölkerung sein konnte – bis er eine Plastiktüte aufsammelte, in der sich ein Tierkadaver befand. Er erzählt: „Es roch widerlich! Wir nahmen die Tüte und schmissen sie in unseren Müllsack und wann immer wir diese öffneten und weiteren Müll hineinwarfen, schlug uns dieser strenge Gestank entgegen. Es war ekelhaft und ich fragte mich, wofür das gut sein soll.”

Aber Gott gebrauchte das und erinnerte den jungen Mann an etwas: „Ich begriff, dass es bei uns genauso ist. Oft „stinkt“ in unserem Leben etwas so furchtbar, dass wir es nicht anfassen wollen. Aber wenn wir davon sauber werden und zum Beispiel von einer schlechten Angewohnheit loskommen wollen, müssen wir genau das tun. Wenn wir Gott darum bitten, dass er unsere Herzen reinigt, müssen wir uns den “stinkenden Dingen” stellen und alles an ihn abgeben. Das ist hart und beschämend, aber auch lohnend, weil Jesus am Ende den “Müll” aus unserem Leben entfernt und ihn mit sich nimmt,” sagt Benjamin.

Ob sichtbar oder unsichtbar – die “Begegnungs-Tage” wirken oftmals noch viel länger nach und berühren die Herzen der Schiffsmitarbeiter und der Menschen, denen sie begegnet sind. Die Mannschaftsmitglieder wollen die Hände und Füße von Jesus sein und seine Liebe bleibt, auch wenn die Arbeit bereits erledigt ist.