Helfen und dazulernen

written by Julie Knox

Während die technischen Abteilungen der Mannschaft sich um die jährlichen Wartungsarbeiten kümmern, hilft der Rest der Mannschaft an Land verschiedenen Kirchen und Partnerorganisationen bei deren Projekten.

Einige Teams helfen auf einem Gelände für Pfadfinder mit, einem Klubhaus in einem Bürgerzentrum und einem Jugendzentrum. Dort bauen und dekorieren sie, bringen das Gelände auf Vordermann, leiten Bibelstunden und zeigen Christen vor Ort, wie sie kreative Mittel nutzen und damit das Evangelium erklären können.

Nach einem Jahr, in dem sie wegen der Corona-Vorschriften kaum von Bord kamen, ist der Monat an Land eine willkommene Abwechslung. Doch sie brauchen auch Kraft und Durchhaltevermögen für die harte körperliche Arbeit in der Hitze. Die Schiffsmitarbeiter aus aller Welt wollen ihre Gastgeber auch mit ihrer Einheit in der Vielfalt ermutigen und mit ihrer Bereitschaft zum Dienst für Gott. Von einigen Erlebnissen haben sie schon berichtet.

Alejandra Manzanares (Mexiko):

„Als Ärztin fälle ich sonst keine Bäume. Das war eine echte Herausforderung für mich. Die Wurzeln bekamen wir fast nicht klein und Gott hat durch diese Aufgabe etwas in meinem Herzen bewirkt. Das hat mich demütig gemacht. Gott erinnerte mich daran, dass es genauso schwer ist, die Sünde in meinem Leben an der Wurzel zu packen.“

Jamie Fugill (Großbritannien):

„Ich konnte letztes Jahr während der Projektarbeiten auf dem Schiff schon einmal ein Team leiten. Damals halfen wir in der Literaturzentrale der Schiffe in den USA mit und es gab einen Plan, dem ich einfach folgen konnte. Diesmal merkte ich, dass ich mich auf den Heiligen Geist verlassen muss und nur dann die besten Entscheidungen für alle im Team treffen kann.

„Die Einheit war klasse, und wie wir als Einzelne und als Gruppe gewachsen sind, während wir uns den praktischen Herausforderungen gestellt haben. Natürlich gibt es bei zwanzig Personen aus völlig unterschiedlichen Kulturen, die drei Wochen lang ganz eng zusammenleben und -arbeiten auch Konflikte, über die wir reden mussten. Ich bin dankbar, dass wir ehrlich sein und miteinander beten konnten.“

Galya Batenina (Ukraine):

„Unsere Gastgeber erzählten uns, dass viele Kinder in Curaçao von alleinerziehenden sehr jungen Müttern erzogen werden. Deshalb wollte der Jugendpastor, dass wir uns Zeit für Einzelne nehmen und ihnen zeigen, wie man arbeitet und seinen Lebensunterhalt verdient. Wir waren in einem Schulungszentrum für Teens, die lernen, wie man Hühner hält, und dabei Christen treffen und das Evangelium hören können.

Dabei habe ich nicht nur mehr über Bauen und Renovieren gelernt, sondern auch geistlich dazugelernt. Gott hat mir viel über meine eigene Einstellung und meine Persönlichkeit gezeigt, und mir klargemacht, wie man Beziehungen auf der Grundlage von Liebe und Opferbereitschaft aufbaut.“