Hilfe aus dem Nachbarland

written by Cristina Amato / Julie Knox

Nach den jährlichen Wartungen ist das Schiff bereit für ein weiteres Jahr in Betrieb. So konnte die Logos Hope Curaçao verlassen, lud vorher aber noch acht Paletten mit Hilfsgütern von Menschen aus Curaçao ein. Die Gegenstände wurden von Inselbewohnern gespendet, die ihren karibischen Nachbarn in St. Vincent und den Grenadinen nach dem Vulkanausbruch helfen wollten.

Die Mitarbeiter, die nicht an Wartungsarbeiten auf dem Schiff beteiligt waren, arbeiteten während des letzten Monats mit Kirchen in Curaçao zusammen und unterstützen Projekte. Durch diese Zusammenarbeit konnten sie die Pastoren fragen, ob ihre Gemeinden Sachspenden für die Menschen in St. Vincent sammeln wollen und anbieten, diese zu transportieren.

Die Großzügigkeit der Bewohner von Curaçao übertraf alles, womit die Mannschaft der Logos Hope gerechnet hatte. Ein Pastor mobilisierte die Öffentlichkeit über das Radio, Zeitungen berichteten über den Spendenaufruf und schon bald brachten Organisationen, Geschäfte und Hunderte von ganz gewöhnlichen Leuten Spenden. Ein Mann sagte, er habe nicht viel zu geben, aber er wolle geben, was er habe und den Familien helfen, die nach dem Vulkanausbruch immer noch in Notunterkünften leben.

Nahrung, Wasser, Kleidung, Hygieneartikel und Materialien für den Wiederaufbau nahmen die Logos Hope-Mitarbeitern entgegen und lagerten sie während der zweitägigen Reise im leeren Schiffstheater.

Ein örtlicher Pastor würdigte die Bemühungen der Bevölkerung und verwies auf eine Bibelstelle in welcher der Apostel Paulus die Güte der Gläubigen im ersten Jahrhundert lobt: “Wenn ich über die Christen in Curaçao geprahlt hätte, hätte ich nicht übertrieben, ” erklärte der Pastor.

Der Verantwortliche für Hilfsaktionen auf der Logos Hope, Pavel Martinez aus Mexiko sagt: „Ich bin beeindruckt wie großzügig die Leute in Curaçao sind. Ich dachte nicht, dass wir so viel bekommen würden. Wir sind glücklich, dass wir mit dem Schiff so viele dringend benötigte Dinge transportieren können. Das ganze Lob dafür gebührt den Menschen in Curaçao und nicht uns.”

Das Schiff hat nun in Kingstown, St Vincent und den Grenadinen, angelegt, wo die Spenden im Rahmen der Hilfsmaßnahmen verteilt werden, an denen sich auch die Mannschaft jetzt wieder beteiligt.