Schildkröten retten

written by Cristina Amato

Besatzungsmitglieder der Logos Hope hatten die Möglichkeit, Green Phenix, ein soziales Unternehmen, das lokalen Plastikmüll in nutzbare Produkte verwandelt, zu unterstützen.

„Mein wichtigstes Ziel ist es, eine Kreislaufwirtschaft in der Karibik, angefangen in Curaçao, zu erschaffen“, sagt die Gründerin Sabine Berends. Green Phenix sortiert, reinigt und schreddert das Plastik, welches dann geschmolzen und in eine andere Form gebracht wird. In Kleingruppen sahen die Schiffsmitarbeiter, wie Plastikstränge hergestellt und dann dazu genutzt wurden, um Objekte wie Stühle herzustellen.

Das Unternehmen hat vor, ein Geschäft mit dem Fokus auf dem Schaffen von Arbeitsplätzen und Produktion vor Ort, in Willemstads größtem Einkaufszentrum zu eröffnen. „Wir investieren nicht nur in das Leben von Tieren, sondern auch in das Leben von Menschen, indem wir Anstellungsmöglichkeiten und eine nachhaltige Einnahmequelle für Naturschutzaktivitäten in der Karibik entstehen lassen,” erklärt Sabine. Sie ist auch die Gründerin von „Schutz der Meeresschildkröten Curaçao“, einer anderen gemeinnützigen Organisation, deren Ziel es ist, Meeresschildkröten und ihren Lebensraum durch Forschung, Naturschutz und Bildung zu schützen.

Priscilla Lee (Singapur) erzählt: „Ich mag die Absicht der Organisation, der Umwelt zugute kommen zu wollen. Es macht mich traurig, dass Tiere auf Grund von menschlichen Aktionen, wie Umweltverschmutzung, leiden. Das ist der Grund, warum ich Teil des Teams sein wollte, dass zum helfen gekommen ist.“

Etwa 40 Logos Hope Mitarbeiter haben die Arbeit des Unternehmens unterstützt, indem sie halfen, Flaschendeckel nach Farbe, Form und Größe zu sortieren.

Diese Erfahrung hat ihre Einstellung verändert. Lea Olivera (Uruguay) erklärt: „Ich liebe Schildkröten und ich liebe Curaçao, deshalb habe ich mich über die Möglichkeit gefreut, Schildkröten zu helfen, auf einer saubereren Insel zu leben. Als ich den Raum voll mit Plastik sah, realisierte ich, wie schädlich die Verschmutzung durch Plastikabfälle für das Meer und seine Lebewesen ist. Ich will von nun an versuchen, so wenig Plastikprodukte wie möglich zu verwenden und ich habe vor, Säuberungsprojekte am Strand in der Nähe meines Zuhauses zu organisieren, sobald ich zurück bin.“