„Das bei TeenStreet gesammelte Geld ist der einzige Grund, warum wir noch existieren.”

Im Vorfeld vom letzjährigen TeenStreet haben wir unsere europäischen Teenager gebeten, Spenden für das Projekt „Berufe für die Zukunft“ von OM Kosovo zu sammeln. Und wunderbarerweise wurde unser eigenes Sammelziel mit über 86.000 Euro übertroffen! Wir haben uns entschlossen, mal nachzuschauen, welchen Unterschied die Großzügigkeit der Teenager bewirkt hat.

Das Projekt „Berufe für die Zukunft“ ist für junge Menschen zwischen zwölf und 17 Jahren, die Hilfe bei der Arbeitsvermittlung benötigen. Schüler bekommen praktische Hilfe und viele treffen dabei zum ersten Mal Jesus-Nachfolger.

„Das bei TeenStreet gesammelte Geld ist der einzige Grund, warum wir noch existieren“, meint David*, ein Mitarbeiter des Zentrums. „Durch dieses Geld konnten wir die Größe der Schule mehr als verdoppeln – wir haben auch ein neues Gebäude. Früher hatten wir nur einen Raum, aber jetzt können wir gleichzeitig drei Klassen unterrichten.“

Die Schulen vor Ort empfehlen Schüler, sodass das Zentrum sicher sein kann, dass sie die unterstützen, die ihre Hilfe am meisten brauchen. Viele der Jugendlichen haben in ihrem Elternhaus Missbrauch erlebt oder kommen vielleicht aus einer Familie, in der niemand Arbeit hat. So ist es besonders für sie wichtig, dass sie eine Arbeit bekommen.

Das Ziel des Projekts ist es, den Schülern die nötigen Fähigkeiten zu vermitteln. Dies geschieht durch Kurse in nähen, Elektrik, schweißen oder im Friseurhandwerk.

„Das Zentrum ist wirklich schnell gewachsen, deswegen wollen wir noch einige Kurse hinzufügen“, erzählt uns David.

Es gibt schon zwischen 80 und 90 Jugendliche, die nicht nur Berufstraining bekommen, sondern auch in Mathe und Lese- und Schreibfähigkeiten gefördert werden. Die Mitarbeiter nehmen sich außerdem die Zeit, die Familien der Studenten dreimal im Jahr zu besuchen. Damit geben sie ihnen die Möglichkeit, Beziehungen aufzubauen.

„Wir werden in ihrem Zuhause willkommen geheißen und es ist eine gute Möglichkeit, mit der Familie ins Gespräch zu kommen und sie kennenzulernen“, erzählt David. „Die Eltern wollen wirklich, dass wir ihre Kinder unterrichten und sie wollen uns Gastfreundschaft zeigen.“

Teil des Trainingprogramms sind Gesprächsgruppen, in denen eine kleine Anzahl von Schülern mit einem einheimischen Christen über Themen wie Arbeitsmoral oder Gewalt zu Hause reden. Letztendlich, ganz egal wie beschäftigungsfähig die Schüler sind, weiß das Team, dass Jesus derjenige ist, der einen Unterschied im Leben der Schüler bewirkt.

„Ein gängiger Satz, den wir hier oft hören, heißt: ‚Kosovo ist ohne Hoffnung‘“, sagt David. „Wir wollen Teil dessen sein, einer Generation Hoffnung zu bringen.“

*Name geändert

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