Raum für Gott, um zu sprechen

Jane Knoop

"Ist der Geist in mir?"

Das war die Frage, die Saskia als Teenager beschäftigte. Sie sah sich während der Lobpreiszeit bei TeenStreet (TS) um und sah bei anderen Menschen so deutlich die Geistesgaben. Aber wo war der Geist in ihr, wenn sie nicht in Zungen sprach oder in wilder Hingabe anbetete? Spricht Gott immer noch?

Dann, in einer ruhigen Ecke, mit einem Pinsel in der Hand, erlebte Saskia, wie sich ihr Verstand beruhigte. Als ihr Pinsel das weißte Blatt erkundete, spürte sie, wie alles ruhiger wurde; Raum für Gott zum Sprechen; Stille für den Geist, der sich in ihr bewegt. Gottes Liebe prägte sich mit jedem Pinselstrich in ihr Herz ein.

"Oftmals ist es mehr das, was in mir passiert, als das, was ich erschaffe", reflektiert Saskia. "Wenn ich etwas erschaffe, erlebe ich den Frieden Gottes." Saskia hat jetzt ein ruhiges Vertrauen und die Gewissheit, dass der Geist in ihr ist, bewegt und durch ihre Kunst wirkt.

Dadurch inspiriert versucht Saskia nun, Jugendliche bei TS zu ermutigen, sich auszudrücken und der Liebe Gottes durch Kunst zu begegnen. "Manchmal schließen wir Türen und denken, dass wir nicht gut genug sind", sagte sie bildlich gesprochen, "Ich will Teenagern helfen, diese Türen zu öffnen."    

Saskia schaut in dieselbe ruhige Ecke und sieht, wie Teenager Pinsel in die Hand nehmen, neue Türen öffnen, sich amüsieren und Gott entdecken. Die Art Zone ist voll von Gottes Frieden; "Es ist wie ein Krankenhaus für die Seele". Saskia bemerkt, dass es Teenager gibt, die viel zu sagen haben - in Selbstdarstellung, in der Anbetung -, aber Schwierigkeiten damit haben, laut zu sprechen. Hier gibt es einen sicheren Raum und die Freiheit, alles zu sagen, was gesagt werden muss. "Es ist eine schöne Sache", flüstert Saskia.

Naomi, 15, sitzt mit gekreuzten Beinen auf dem Boden, ihr Pinsel malt sanft eine Bergszene. Die meisten Abende an TS während der Lobpreiszeit im Thronsaal geht sie in die Art Zone "Es spielt keine Rolle, was andere Leute tun", sagt sie. "In diesen Momenten fühle ich mich, als wäre ich allein mit Gott." Für Naomi ist dies der beste Weg, auf dem sie sich mit Gott verbindet: "Es ist wunderbar, die Möglichkeit zu haben, bei TS auf diese Weise anzubeten." Sie erinnert an etwas, das Saskia sagte: "Es spielt keine Rolle, wie gut mein Malen ist."

Für Naomi und Saskia geht es um den Prozess. Der Prozess dessen, was der Geist Gottes in ihnen tut, während sie auf diese Weise anbeten, und Raum für Seine Liebe zu geben, um zu ihren Herzen zu sprechen.