Wettlauf für Flüchtlinge

Helen Winzell

Am Mittwochnachmittag verwandelte sich das TeenStreet-Gelände in einen bunten Ort, als der Sportbereich mit Läufern und Fans übersäht war. Einige liefen ihre Runden mit bemalten Gesichtern, andere mit lustigen Kostümen und Perücken und wieder andere mit wehenden Fahnen. Der DJ  und die Fans, sorgten für reichlich Action. Es war Zeit für das diesjährige RAG (Raise and Give) Race!

Die Menge verfolgte die 844 Läufer, spritzten sie mit Wasser nass und jubelten, um sie weiter zu motivieren. Laut den Läufern hatte dies einen spürbaren Effekt: "Das Beste daran ist die Atmosphäre. Die Läufer geben ihr Bestes", sagt Joel (15, Frankreich).

Árant (17, Dänemark) stimmt zu: "Der Jubel ist erstaunlich, wahrscheinlich der beste Teil."

Aino (17, Finnland) sagt: "Es ist schön, hier in einem anderen Land zu sein, und trotzdem jubeln alle."

Also spielten auch diejenigen, die nicht gelaufen sind, eine wichtige Rolle. „Das Anfeuern der Fans hat dich wirklich angetrieben", sagt Rahel (18, Deutschland).

Die meisten Läufer hatten Sponsoren. Aber obwohl Georgia (17, Irland) einen Sponsor hatte, spendete sie auch selbst: “Es ist gut, dass jeder Geld für einen guten Zweck sammelt und sich gleichzeitig bewegt. Alle sind sehr ermutigend, und das hilft mir, weiterzumachen."

In einem heißen Sommer wie diesen, ist das Laufen ziemlich schweißtreibend, und trotz einiger Wolken war es ein sehr warmer Tag. Das RAG-Team und das Sportteam arbeiteten daran, die Läufer mit reichlich Wasser zu versorgen. "Ich lief die ganze Zeit mit Wasserflaschen die Rennstrecke entlang, berichtet Nelli vom RAG-Team. „Glücklicherweise meldete das Medical Team keine größeren Zwischenfälle, auch wenn das Rennen zwei Stunden dauerte.“

Viele Läufer liefen die gesamte Zeit. Eine der Jugendlichen, die bis zum Ende des Rennens liefen, war Ranvá (16, Färöer Inseln). Sie lief "mindestens 15" Runden, was etwa 160 Euro pro Runde einbrachte. "Wenn du Geld pro Runde bekommst, spornt dich das an, noch mehr zu laufen", sagt sie. Doch gegen Ende des Rennens bekam sie noch eine andere Art von Ansporn zu spüren: "Die Leute begannen mit mir zu laufen und ermutigten mich," sagt Ranvá dankbar für die Unterstützung.

Insgesamt wurden 56.202 Euro gesammelt, die den jugendlichen Flüchtlingen in ganz Europa helfen werden.